Das Land Vorarlberg wird heuer rund 89,4 Millionen Euro in den Bau und Erhalt der Straßen stecken – allein 48 Millionen fließen in das Megaprojekt Stadttunnel Feldkirch. Während im Oberland geklotzt wird, fallen andere Vorhaben deutlich bescheidener aus.
Der Bau des umstrittenen Stadttunnels Feldkirchs wird in diesem Jahr so richtig Fahrt aufnehmen: Bereits im März erfolgte der Anschlag für den Tunnel, der ab 2030 die Innenstadt von Feldkirch vom Verkehr entlasten soll. Laut Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ), seines Zeichens auch Verkehrslandesrat, laufe der Vortrieb planmäßig, der Lüftungsschacht am Stadtschrofen sei schon fertiggestellt. Ebenfalls gute Fortschritte gebe es bei den parallel laufenden Arbeiten am Portal Altstadt, zudem seien die Vorbereitungen für das Portal Tisis, wo im Oktober die Bauarbeiten beginnen sollen, bereits weit gediehen. Bei der Vorstellung des „Investitionsprogramms für die heimische Straßeninfrastruktur“ rührte Bitschi einmal mehr die Werbetrommel für das Megaprojekt, das aktuellen Schätzungen zufolge zwischen 367 und 385 Millionen Euro verschlingen wird.
Der Stadttunnel ist ein Schlüsselprojekt für mehr Lebensqualität im Raum Feldkirch. Er bringt Entlastung und Sicherheit.

Christof Bitschi, Landesstatthalter
Bild: FPÖ Vorarlberg
In Feldkirch wird geklotzt, anderswo nur gekleckert
„Der Stadttunnel ist ein Schlüsselprojekt für mehr Lebensqualität im Raum Feldkirch. Er bringt Entlastung und Sicherheit. Die Investitionen stärken zudem unsere Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze bei uns im Land.“ 48 Millionen Euro sind allein heuer für das Vorhaben reserviert – das ist über die Hälfte des gesamten Straßenbaubudgets. Im Vergleich dazu muten die anderen Ausgabeposten geradezu bescheiden an: 33,3 Millionen fließen in Bauten und Instandsetzungen, 3,2 Millionen Euro werden für die Planung von Bauten und Instandsetzungen aufgewendet. Für die Reparatur von Schäden nach Naturereignissen sind rund 2,1 Millionen Euro vorgesehen, für notwendige Liegenschaftskäufe etwa zwei Millionen Euro. Die Vorbereitung weiterer Großprojekte ist mit 600.000 Euro budgetiert.
Harsche Kritik von den Vorarlberger Grünen
Die Vorstellung des Straßenbaubudgets war naturgemäß nicht nur von Applaus begleitet, besonders hart fällt die Kritik der Ländle-Grünen aus. Deren Klubobmann Daniel Zadra beklagt, dass die Prioritäten völlig aus dem Gleichgewicht geraten seien: „Während Schwarz-Blau bei Familien, Gesundheit und Sozialem kürzt, werden heuer fast 90 Millionen Euro in Straßen und Tunnel versenkt – so sieht die in Zahlen gegossene Politik dieser Landesregierung aus.“
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