Spektakulärer Wechsel im Ski-Zirkus! Der Schweizer Justin Murisier wechselt von der Ski-Marke HEAD zum rot-weiß-roten Ausrüster Kästle
Die traditionsreiche österreichische Skifirma aus Hohenems feierte in den 80er-Jahren dank Ski-Legende Pirmin Zurbriggen ihre größten Erfolge. Er gewann zwischen 1984 und 1990 auf Kästle-Ski 40 Weltcuprennen, vier Gesamtweltcups, vier WM-Goldmedaillen und Olympia-Gold.
Nach den WM-Titeln der Norweger Tom Stiansen und Kjetil André Aamodt 1997 verschwand Kästle zunehmend aus dem Spitzenbereich. Nun kämpft sich die Ski-Marke nach und nach zurück.
2023 feierte Kästle durch die Slowenin Ilka Stuhec den ersten Weltcupsieg seit dem Comeback. Im Männerbereich lief der Neustart zunächst schwieriger. Ein echter Topfahrer wollte den Schritt zur kleineren Marke lange nicht wagen. Das änderte sich im Dezember 2025, als Jan Zabystran beim Super-G in Gröden sensationell gewann. Damals zog Kästle-Botschafter Pirmin Zurbriggen einen spannenden Vergleich: „Das Ganze erinnert mich an Stöckli – vor der grossen Ära von Marco Odermatt.“
Und weiter: „Lange Zeit hat sich kein Abfahrer getraut, auf Stöckli-Ski zu wechseln, bis der junge Marco Odermatt in eindrücklicher Manier bewiesen hat, dass auch die Ski einer kleineren Firma extrem schnell sind. Und nun hat Zabystran gezeigt, dass auch unser Material perfekt funktioniert.“
Vertrauen bei HEAD fehlte
Genau dieses Gefühl scheint nun auch Justin Murisier überzeugt zu haben. Der Schweizer gehörte zuletzt sechs Jahre lang – gemeinsam mit Stars wie Franjo von Allmen – zum Speed-Team von HEAD. Im Winter davor feierte Murisier auf der berühmten Birds-of-Prey-Abfahrt in Beaver Creek seinen ersten Weltcupsieg. Nach einer Saison mit lediglich zwei Top-Ten-Ergebnissen fehlte dem 34-Jährigen aber offenbar das Vertrauen. Über seinen Instagram-Account teilte er mit: „Es ist emotional, nicht nur die Marke, sondern auch die Menschen zu verlassen, die mich über Jahre schneller gemacht haben.“ Über Jahre hinweg galt die Zusammenarbeit mit HEAD als Erfolgsgarant, doch nun scheint die Zeit für eine Veränderung gekommen zu sein.
Deshalb testete Murisier im April erstmals das Material von Kästle und war schnell überzeugt. „Ich habe das enorme Potenzial vom Kästle-Material bereits bei den ersten Schwüngen im Ultental bemerkt. Und nach vier Test-Tagen war mir endgültig klar, dass ich meine Karriere auf dem türkisblauen Ski fortsetzen will.“ Murisier unterschrieb einen Vertrag über drei Jahre.
Ehemaliger Ligety-Servicemann im Team
Zusätzlich bekommt er prominente Unterstützung: Mit Alex Martin erhält er einen renommierten Servicemann. Der Vorarlberger feierte einst große Erfolge mit US-Star Ted Ligety und betreute zuletzt ÖSV-Fahrer Stefan Babinsky, der in Wengen und Kitzbühel im Super-G auf das Podest raste.
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