Der Kärntner Ex-Fußball-Profi Alois Jagodic wird am 24. März 80 Jahre alt. Sein Teamdebüt für Österreich feierte der ehemalige Mittelfeld-Motor seinerzeit gegen Brasilien vor 100.000 Zusehern. Doch einst hatte er nicht mal Fußballschuhe. . .
Wir schreiben den 11. Juli 1971. Der 25-jährige Alois Jagodic ist dabei, sein absolutes Karriere-Highlight zu erleben. Im Estadio Cicero Pompeu de Toldedo in São Paulo (Bra) darf der Klagenfurter in einem Freundschaftsspiel sein Teamdebüt für Österreich feiern – vor 100.000 Fans gegen das große Brasilien mit dem für viele wohl größten Fußballer aller Zeiten: Pelé.
„Schönstes Erlebnis“
„Es war seine Abschiedspartie. Ich konnte Zweikämpfe gegen ihn gewinnen, habe ganz gut abgeliefert. Also Gurkerl hat er mir keines geschoben“, lacht „Loise“ heute und erzählt: „Pele hat dann das 1:0 gemacht, wir konnten durch Kurt Jara ausgleichen – das Match war das schönste Erlebnis meiner aktiven Laufbahn.“
Wiedersehen mit Pelé
Als Mittelfeld-Motor erlebte Jagodic in der Folge noch ein zweites Länderspiel (1:0 gegen Schweden 1971 in der EM-Quali) – und konnte den Weltfußballer des 20. Jahrhunderts 1993 im Zuge der Copa-Pelé-Pressekonferenz in Velden dann wieder treffen. „Er war ein toller Mensch“, sagt Jagodic über den 2022 verstorbenen Ex-Superstar.
Mit der Familie wird gefeiert
Erinnerungen für die Ewigkeit, die Jagodic vor allem morgen – am 24. März 2026 – seiner Family (darunter Sohn Alois, Tochter Alice und Frau Monika) erzählen wird. Denn im kleinen Kreise feiert „Loise“ da seinen 80. Geburtstag in Klagenfurt.
Ich bin schockiert, wie es da zugeht – es ist ein Wahnsinn. Der Bundesliga-Abstieg der Austria Klagenfurt wäre in der vergangenen Saison vermeidbar gewesen!
Alois Jagodic, als Ex-Spieler und -Trainer im violetten Legendenklub
Bloßfüßig begonnen
„Bei mir ist aber jeden Tag Feiertag – uns geht es ja allen gut“, grinst der Ex-Profi von Rapid und Austria Klagenfurt („Ich bin schockiert, wie es da zugeht“), der mit sieben Jahren aus Ex-Jugoslawien nach Klagenfurt zog. „Beim ASK habe ich angefangen, hatte damals nicht mal Fußballschuhe, musste bloßfüßig ran. Aber da habe ich mich durchgebissen.“
Magath und Happel als Vorbilder
Nach der aktiven Karriere wurde Jagodic dann als beinharter Trainer („Mein Idole waren Happel und Magath“) in Kärnten bekannt, holte u.a. mit SAK, Spittal oder Bleiburg Titel.
Schlaganfall weggesteckt
Was sich „Loise“ – der vor drei Jahren einen Schlaganfall tapfer wegsteckte, auch noch zweimal pro Woche joggt – heute wünscht, ist klar: „Einfach Gesundheit!“
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