Coole Kreationen

Geile Banane & Co: So schmeckt der Eissommer 2026

Burgenland
22.03.2026 09:00

Kommende Woche startet in Österreich offiziell die neue Eissaison. Die „Krone“ hat bei jungen talentierten Eismachern im Burgenland nachgefragt, wie sie im harten Wettbewerb bestehen und welche Sorten heuer jetzt schon im Trend liegen.

Ende März startet in Österreich offiziell die neue Eissaison. Gleichzeitig werden das österreichische und europäische „Eis des Jahres“ gekürt. In Anlehnung an „200 Jahre Johann Strauss“ und das Heilige Jahr der katholischen Kirche gehörten im Vorjahr Kreationen wie „Die Fledermaus“ und „Hallelujah“ zu den Highlights. Heuer dürfte der Eurovision Song Contest eine Rolle spielen. Gerüchten zufolge wird das neue europäische Eis des Jahres „Melody“ heißen und die österreichische Variante „Marille küsst Mohn“. Doch fix entscheidet sich das erst am 25. März. Da gibt die Wirtschaftskammer die Namen bekannt.

Die Nachfrage steigt
Fakt ist: Die Produktion von Speiseeis gewinnt immer mehr wirtschaftliche Bedeutung. Immerhin verdrückt jeder Österreicher im Schnitt 64 Kugeln Eis pro Jahr. Das entspricht rund acht Litern. Weil Frühling, Sommer und Herbst aufgrund des Klimawandels immer wärmer werden, ergeben sich nicht nur längere Eissaisonen, sondern auch höhere Gesamtumsätze. Allein im Vorjahr betrug dieser in Österreich 310 Millionen Euro.

Im Burgenland gibt es mehrere vorzügliche Eismanufakturen – etwa die Gelateria „San Marco“ in ...
Im Burgenland gibt es mehrere vorzügliche Eismanufakturen – etwa die Gelateria „San Marco“ in Neusiedl am See, das „Caorle“ in Eisenstadt, den „Statzinger“ in Neufeld und das „Tropicale“ in Oberwart.(Bild: Reinhard Judt)
„Die Eismeister“ in Oslip zum Beispiel fertigen u.a. handgemachte Eisknödel.
„Die Eismeister“ in Oslip zum Beispiel fertigen u.a. handgemachte Eisknödel.(Bild: Reinhard Judt)

Lokale Zutaten, neue Geschmacksrichtungen und nachhaltige Produktion
Dennoch steht die Branche unter Druck. Die hohen Energiekosten für Produktion und Kühlung, die steigenden Rohstoffpreise für Milch, Nüsse und Früchte, der Fachkräftemangel und der Wettbewerb zwingen Eisproduzenten zu innovativen Ideen.

„Wir setzen auf regionale und saisonale Zutaten und arbeiten umweltschonend. Die Milch für die Cremegrundmasse beziehen wir von einem Milchbauern aus der Buckeligen Welt. Die Erdbeeren stammen aus Wiesen, die Pfirsiche aus Nickelsdorf und die Marillen aus Rechnitz. Um keinen Müll zu produzieren, wird die Milch in Tanks geliefert – und das Eis von uns an unsere Franchisenehmer in Mehrwegwannen mit Pfandsystem“, sagt Veronika Kitzwögerer (28), Juniorchefin bei „Der Eismacher“. Die renommierte Manufaktur aus Lockenhaus produziert täglich 46 Sorten handgemachtes Eis nach alten Familienrezepten. Erhältlich ist es in 18 Filialen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

Ein Eis für die Gleichberechtigung 
 „Nächstes Jahr feiern wir 100-jähriges Jubiläum – mit einer großen Party und coolen Kreationen. Auch heuer gibt es neue Sorten zu verkosten – etwa Johannisbeeren-Eis. Als Zeichen für Gleichberechtigung bieten wir neben Omas Apfelkuchen erstmals auch Opas Waldbeerkuchen an – ein Stracciatella-Eis mit Waldbeer-Crumble. Unsere Kunden lieben es!“, schwärmt Kitzwögerer, die eine Kochlehre absolviert hat und demnächst mit ihrem Vater Joachim eine neue Filiale in der Rotenturmstraße 29 im ersten Bezirk in Wien eröffnet.

Kitzwögerer mit der Filialleiterin in Mattersburg.
Kitzwögerer mit der Filialleiterin in Mattersburg.(Bild: Reinhard Judt)
Einige Sorten sind auch vegan und zuckerfrei erhältlich.
Einige Sorten sind auch vegan und zuckerfrei erhältlich.(Bild: Reinhard Judt)

Die dortige Spezialität, den „Eisbecher to go“ im Riesenstanitzel, gibt es übrigens auch in der „Eismacher“-Filiale in Rust. Und wie sieht es preislich aus? „Eine Kugel kostet bei uns 1,90 Euro – so wie im Vorjahr! Qualität und Leistbarkeit schließen einander nicht aus.“

Eine neue Spezialität beim „Eismacher“ ist der „Eisbecher to go“ im Riesenstanitzel. Ihn gibt es ...
Eine neue Spezialität beim „Eismacher“ ist der „Eisbecher to go“ im Riesenstanitzel. Ihn gibt es in der Filiale in Rust und bald auch in der Rotenturmstraße in Wien.(Bild: Reinhard Judt)

Von Null weg dick im Geschäft
Das sehen auch Ivan (32) und Janna (33) Klaric-Martinovic von der „Seewinkler Eismanufaktur“ aus Gols so. Das junge Ehepaar ist zwar erst seit dem Vorjahr im Eisgeschäft, bietet aber jetzt schon 52 handgemachte Sorten an, die es an sieben Abnehmer liefert. „Wenn man drei Kugel nimmt, bekommt man bei uns eine um 1,63 Euro“, sagt der tüchtige Gastronom, der früher in Wiener High-Class-Hotels wie dem „Imperial“ und dem „Bristol“ arbeitete.

Ivan Klaric-Martinovic führt die „Seewinkler Eismanufaktur“ und arbeitet im Sommer mit bis zu ...
Ivan Klaric-Martinovic führt die „Seewinkler Eismanufaktur“ und arbeitet im Sommer mit bis zu sieben Mitarbeitern.(Bild: Charlotte Titz)

Waren 2025 das Dirndl-Eis aus der Golser Kornelkirsche und der „Weingartenpfirsich“ die Verkaufshits, sind heuer die Sorten „Geile Banane“, „Heiße Liebe“ und „Belgische Schokolade“ in aller Munde. „Man muss auch bei den Sortennamen einfallsreich sein. Jedenfalls ist die Nachfrage so groß, dass wir unsere Produktionsstätte in Podersdorf nächstes Jahr um das Vervierfache erweitern müssen“, freut sich Klaric-Martinovic.

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