Für Neuanschaffungen ist oft nicht mehr das Geld da, weil die Preise für die Fahrzeuge und Ausrüstung massiv gestiegen sind. Gleichzeitig sinkt die Spendenbereitschaft.
Egal, ob es um das Tanklöschfahrzeug, das Atemschutzgerät oder das Feuerwehrhaus geht, nahezu alle Anschaffungen der Feuerwehren sind in den vergangenen Jahren empfindlich teurer geworden. Bei den klassischen Löschfahrzeugen sind die Preise in nur wenigen Jahren um fast ein Drittel nach oben gegangen – oder in absoluten Zahlen ausgedrückt: Für das gleiche Auto sind mittlerweile bis zu 150.000 Euro mehr zu bezahlen. Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) spricht von massiven Preissteigerungen bei Fahrgestellen, Technik, Material und zusätzlichen sicherheitsrelevanten Anforderungen.
Gemeinden kämpfen selbst mit der Teuerung
Diese Preissteigerungen stellen die Einsatzkräfte vor eine Herausforderung. Zuständig für die Finanzierung der Feuerwehren sind die Gemeinden. Doch viele Kommunen haben gerade selbst mit steigenden Ausgaben und einem engen finanziellen Spielraum zu kämpfen.
Weniger Spenden
Gleichzeitig sinkt die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung. Die Feuerwehren bringen durch Feuerwehrfeste, Haussammlungen oder Spendenaktionen zwar einen Teil der Finanzierung selbst auf. Doch wenn die Menschen weniger ausgeben können, schlägt sich das auch auf diese Einnahmen durch.
Investitionen werden verschoben
Die Folge ist, dass vielerorts gespart werden muss. Feuerwehren verschieben geplante Investitionen. Fahrzeuge oder Geräte werden länger genutzt, sofern die Einsatzfähigkeit weiterhin gewährleistet bleibt.
Fahrzeuge müssen nochmal 20 Jahre halten
Die Freiwillige Feuerwehr Breitenbrunn hat beispielsweise ihr TLFA 2000 (Baujahr 2002) umfassend modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Dadurch soll das Fahrzeug weitere 20 Jahre im Einsatz bleiben können. Finanziert wurde das Projekt von Land, Gemeinde und der Wehr selbst. 120.000 Euro kostete die Modernisierung. Für ein neues Fahrzeug wären 600.000 Euro fällig gewesen.
Sparen nur vorübergehende Lösung
Eine weitere Möglichkeit, Geld zu sparen, sieht der Landesfeuerwehrverband in stärker standardisierten Fahrzeugen sowie durch Sammelbestellungen. „Investiert wird zunehmend nur noch dort, wo es aus Sicherheitsgründen unbedingt notwendig ist“, heißt es vom Landesfeuerwehrkommando. Noch funktioniere das System. Doch notwendige Investitionen könne man nicht ewig aufschieben, ohne dass dies langfristig Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft und Sicherheit habe.
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