Trotz Iran-Drohungen
Italien sieht keine akute Gefahr für Tourismus
Trotz warnender Töne aus dem Iran sieht Italien aktuell keine direkte Gefahr für Urlauber. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden erhöht, doch es gebe keinen Grund zur Panik. Erste Auswirkungen auf den Tourismus sind trotzdem bereits spürbar – doch die Situation könnte den Italienern auch nutzen ...
Trotz der Drohungen gegen touristische Ziele aus dem Iran sieht Italiens Vize-Regierungschef und Außenminister Antonio Tajani derzeit keine akute Gefahr für den Tourismus in seinem Land. Die Drohungen aus Teheran seien „sehr vage“, dürften jedoch keinesfalls unterschätzt werden, erklärte er am Donnerstagabend im italienischen Fernsehen.
Zuvor hatte der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfazl Shekarchi, politischen und militärischen Gegnern mit weltweiter Verfolgung gedroht. Laut der den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Tasnim sollen Ausflugsziele, Erholungsgebiete und touristische Zentren weltweit nicht mehr sicher sein.
Sicherheitsvorkehrungen erhöht
Seit Beginn des Krieges, der von den USA und Israel ausgegangen ist, haben Polizei und Nachrichtendienste ihre Sicherheitsmaßnahmen bereits verstärkt, erklärte der Außenminister. Die Kontrollen seien ausgeweitet worden. Gleichzeitig betonte er, dass es keinen Anlass zur Panik gebe: „Im Moment sehe ich keine unmittelbaren Risiken für unser Land.“ Dennoch sei es richtig, das Sicherheitsniveau vorsorglich anzuheben.
Alle Maßnahmen der Sicherheitsbehörden zielten darauf ab, sowohl italienische Bürger als auch ausländische Touristen zu schützen, die ihren Urlaub in Italien verbringen. Auch Verteidigungsminister Guido Crosetto hatte zuletzt vor der Gefahr gewarnt, dass terroristische Zellen in Europa aktiv werden könnten, und die verstärkten Sicherheitsbemühungen bekräftigt.
Auswirkungen auf Italienischen Tourismus
Der Krieg im Iran und die Spannungen im Nahen Osten könnten sich zunehmend auf den Tourismus in Italien auswirken. Branchenvertreter berichten bereits von ersten Buchungsrückgängen und wachsender Unsicherheit unter Reisenden. Besonders aus Ländern der Golfregion gehen nach Angaben von Reiseveranstaltern weniger Reservierungen ein. Zudem erschweren Einschränkungen im Luftverkehr und veränderte Flugrouten die Anreise.
Zugleich könnte Italien aber auch von der Lage profitieren: Einige Urlauber meiden aufgrund der Unsicherheit Reiseziele im östlichen Mittelmeerraum und weichen stattdessen auf als sicher geltende Länder in Westeuropa, wie Italien, aus.










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