Die am Freitag veröffentlichten Zahlen zur Wohnungsnot in Vorarlberg haben Bestürzung ausgelöst. Die Oppositionsparteien ließen nicht lange mit Kritik an der Landesregierung auf sich warten.
Fast 3000 Personen nutzten im vergangenen Jahr die Angebote der ARGE Wohnungslosenhilfe - so viele wie noch nie zuvor. Eine Entwicklung, die der Grünen-Wohnbausprecher Bernie Weber als „katastrophal“ und „nicht hinnehmbar“ bezeichnet. „Dass immer mehr Menschen in Vorarlberg von Wohnungslosigkeit betroffen sind, sollte die schwarz-blaue Landesregierung aus ihrem Tiefschlaf wecken. Es braucht dringend eine Offensive für gemeinnützigen Wohnbau,“ sagt er.
Er fordert die Landesregierung auf, massiv in den gemeinnützigen Wohnbau zu investieren. Denn die jüngsten Erhebungen zeigen auf, dass die finanzielle Lage für Menschen, die in gemeinnützigen Wohnungen leben, besser ist. „Es ist angesichts der prekären Lage absolut unverständlich, dass die schwarz-blaue Landesregierung beim gemeinnützigen Wohnbau kürzt und stattdessen Millionen für Straßen und Tunnel verpulvert“, ärgert sich Weber.
Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus gefordert
Ganz ähnlich sehen das auch Vorarlbergs Sozialdemokraten: „Das ist kein Randproblem mehr, sondern ein massives sozialpolitisches Versagen der Landesregierung,“ erklärt dazu SPÖ-Klubobmann Mario Leiter. Besonders besorgniserregend ist für die SPÖ der hohe Anteil an betroffenen Minderjährigen. „Wenn jedes dritte betroffene Schicksal ein Kind ist, dann steht das in krassem Widerspruch zum eigenen Anspruch der Landesregierung, Vorarlberg zum chancenreichsten Land für Kinder zu machen“, sagt der Sozialdemokrat. Auch die SPÖ fordert einmal mehr einen deutlichen Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus. „Die Zahlen zeigen klar, dass gemeinnützige Wohnungen stabilisieren. Genau dort muss das Land massiv investieren, statt weiter auf halbe Maßnahmen zu setzen“, sagt Leiter.
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