Sparmaßnahmen

Opposition kritisiert ifs-Schließung in Hohenems

Vorarlberg
18.03.2026 16:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Vorarlbergs Grüne und Sozialdemokraten fürchten einen weiteren Kahlschlag bei Sozialeinrichtungen aufgrund des Spardiktats, das das Land ausgegeben hat.

Die Hohenemser Beratungsstelle des ifs muss, wie berichtet, mit Herbst dieses Jahres schließen. Der Grund dafür liegt im Sparzwang, den das Land den Einrichtungen im Sozialbereich auferlegt hat. Das sorgt für reichlich Kritik und hat die SPÖ Vorarlberg dazu veranlasst, eine entsprechende Anfrage an die zuständige Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP) zu stellen. „Seit die schwarz-blaue Landesregierung am Ruder ist, vergeht kein Monat ohne Hiobsbotschaft über Schließungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Was wir hier erleben, sind keine durchdachten Reformen, sondern ein sozialpolitischer Kahlschlag,“ erklärt SPÖ-Sozialsprecherin Manuela Auer dazu.

Stark genutzte, wohnortnahe Anlaufstelle
Sie will nun in Erfahrung bringen, welche weiteren Schließungen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich den Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern noch bevorstehen. Es sei problematisch, dass insbesondere präventive und wohnortnahe Angebote zunehmend unter Druck geraten, meint Auer: „Gerade die regional verankerten Angebote sorgen dafür, dass die Menschen einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützungsangeboten bekommen.“ Mit ihrer Kritik ist Auer nicht alleine, auch die Grünen sind alles andere als erfreut über die Schließung der Beratungsstelle in Hohenems.

Sozialsprecherin Christine Bösch-Vetter stellt klar, dass die Einrichtung eine stark genutzte, wohnortnahe Anlaufstelle für Menschen in sozialen Notlagen war – rund 1000 Beratungen pro Jahr hätten dort stattgefunden. Dieses Angebot fällt nun weg. „Die schwarz-blaue Landesregierung kürzt dieses Jahr im Sozialfonds rund 15 Millionen Euro. ÖVP und FPÖ zwingen dadurch soziale Einrichtungen, ihre Leistungen mit deutlich geringeren Mitteln zu erbringen. Gleiche Leistungen sollen für weniger Geld angeboten werden – in der Praxis führt das zu Personalengpässen, Leistungsabbau und verschlechterter Versorgung“, warnt Bösch-Vetter. Wie berichtet schließt die ifs-Beratungsstelle in Hohenems, die Angebote werden aber an andere Standorte in Vorarlberg verlegt.

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