Sparzwang

ifs Beratungsstelle in Hohenems muss schließen

Vorarlberg
17.03.2026 10:48
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Der Sparkurs der Vorarlberger Landesregierung macht sich immer stärker bemerkbar: In Hohenems muss nun die Beratungsstelle des ifs seine Tore schließen. Die Angebote sollen aber weitergeführt werden. 

Die ifs Beratungsstelle Hohenems wird mit Herbst 2026 geschlossen. Hintergrund sind die aktuellen Sparmaßnahmen sowie die damit verbundenen Vorgaben des Landes Vorarlberg, insbesondere bei den Strukturkosten zu sparen. Für Klienten und Klientinnen bedeutet die Schließung aber glücklicherweise nicht das Ende der Angebote: Die bestehenden Beratungsleistungen bleiben erhalten, werden aber künftig an anderen ifs-Standorten weitergeführt. Für die Mitarbeitenden hat die Entscheidung keine personellen Konsequenzen, Kündigungen sind mit der Schließung nicht verbunden.

„Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, erklärt ifs-Geschäftsführerin Martina Gasser. „Die Beratungsstelle Hohenems ist seit vielen Jahren ein wichtiger Teil unserer Arbeit in der Region. Gleichzeitig sind wir gefordert, auf die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen zu reagieren und unsere Strukturen entsprechend anzupassen.“

Die Beratungsstelle in Hohenems wurde 1995 eingerichtet und hat in den vergangenen Jahrzehnten Menschen in unterschiedlichsten psychosozialen Problemlagen begleitet. Auch in den vergangenen Jahren wurde das Angebot stark genutzt: 2025 fanden 1000 Klienten Hilfe, 2024 waren es 1122 und 2023 insgesamt 966 Personen.

Für diese Männer und Frauen soll der Übergang möglichst gut gestaltet werden, heißt es vom ifs. Die Anbindung an andere Standorte wird derzeit vorbereitet. „Unser Ziel ist es, auch künftig eine gute Erreichbarkeit und verlässliche Unterstützung für die Menschen in der Region sicherzustellen“, betont Gasser.

Die derzeit in Hohenems angesiedelten Angebote werden an andere ifs-Standorte verlegt: Die Sozialberatung Hohenems wird im Frühherbst gemeinsam mit der Sozialberatung Dornbirn an die neue Beratungsstelle Dornbirn (Ecke Poststraße/Altweg) übersiedeln. Die Außenstelle des Gewaltschutzzentrums Vorarlberg wird künftig an der Beratungsstelle Bregenz angesiedelt sein. Das Gewaltpräventionsprojekt StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt wird an der Beratungsstelle Feldkirch im Bärahus weitergeführt. Psychotherapie Vorarlberg übersiedelt in Büroräumlichkeiten in der Sebastianstraße in Dornbirn.

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