Hummeln haben eine „Superkraft“: Sie können unter Wasser überleben. Jetzt wissen Forschende auch, wieso die Hummelköniginnen so lange ohne Luft auskommen – die Insekten stellen ihre Atmung einfach um.
Seit einigen Jahren wissen Forschende schon, dass Hummelköniginnen nicht automatisch sterben, wenn sie unter Wasser sind. Denn mehrere Monate im Jahr halten Hummelköniginnen Diapause, eine Art Winterschlaf, für den sie sich unter der Erde verstecken. Dort kann es aber auch immer wieder nass werden – für die Tiere offenbar kein Problem.
Diapause simuliert
Ein Forschungsteam stellte jetzt die Diapause im Labor nach, um herauszufinden, wie die Hummeln ohne Luft überleben können. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sperrten die schlafenden Königinnen der Gemeinen Östlichen Hummel dafür in luftdichte Behälter, die mit Wasser geflutet wurden.
Manche der Hummeln starben schon nach einigen Stunden, andere überlebten bis zu acht Tage im Wasser. Das zeigt eine in der Fachzeitschrift „Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences“ veröffentlichte Studie.
Die Forschenden untersuchten die Gase in den Behältern und lösten so das Rätsel: Hummeln können im Wasser atmen. Die Insekten steigen einfach auf die sogenannte anaerobe Atmung um, für die sie keinen Sauerstoff brauchen. Menschen nutzen diese Atmung übrigens auch, wenn sie sich körperlich sehr stark anstrengen.
Die Studienergebnisse seien „bemerkenswert“, sagte Biologin Erin Treanore zur Zeitung „The New York Times“. Noch dazu sei es eine der ersten Studien, die sich mit den Überschwemmungen beschäftigen, denen die Hummeln während ihrer Diapause immer wieder ausgesetzt sind.
Nur Königinnen überleben Winter
Die Königinnen der in Nordamerika beheimateten Gemeinen Östlichen Hummel sind die einzigen Mitglieder ihrer Kolonien, die den Winter überleben können. Nach der Befruchtung starten sie ihre Diapause, indem sie sich in die Erde eingraben und dort auf den Frühling warten. Die anderen Mitglieder des Volks sterben.
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