Harte Strafe nach einem erschütternden Skandal! Die UEFA hat den früheren tschechischen Trainer Petr Vlachovsky lebenslang gesperrt.
Wie die UEFA am Dienstag mitteilte, darf Vlachovsky laut Entscheidung der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer (CEDB) „auf Lebenszeit keinerlei fußballbezogene Tätigkeit ausüben“.
Heimliche Aufnahmen in Duschen und Umkleiden
Vlachovsky war bereits im vergangenen Jahr von einem tschechischen Gericht verurteilt worden. Der ehemalige Trainer wurde schuldig gesprochen, über einen Zeitraum von vier Jahren heimlich Videoaufnahmen von insgesamt 14 Spielerinnen gemacht zu haben – unter anderem in Umkleiden und Duschen.
Das Gericht verhängte eine einjährige Haftstrafe auf Bewährung sowie ein fünfjähriges Berufsverbot. Die UEFA forderte nun zusätzlich den Weltverband FIFA auf, die Sperre weltweit anzuerkennen. Gleichzeitig wurde der tschechische Verband angewiesen, Vlachovsky die Trainerlizenz zu entziehen.
Der Coach hatte fast 15 Jahre lang die Mädchen- und Frauenteams des Erstligisten 1. FC Slovácko betreut.
Videomaterial beschlagnahmt
Er wurde im September 2023 festgenommen. Besonders schockierend: Bei Vlachovsky wurde zusätzlich Material mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern gefunden. Laut Angaben der Spielergewerkschaft FIFPRO erfuhren die betroffenen Spielerinnen erst nach der Festnahme von den Aufnahmen. Die Kamera soll in einem Rucksack versteckt gewesen sein. Die jüngste Betroffene war erst 17 Jahre alt. FIFPRO begrüßte die UEFA-Entscheidung und erklärte: „Dieses Ergebnis sendet eine starke und notwendige Botschaft, dass missbräuchliches und unangemessenes Verhalten im Fußball keinen Platz hat.“
Vlachovsky trainierte zuvor unter anderem die tschechische U19-Frauennationalmannschaft und war einst sogar als bester Frauentrainer des Landes ausgezeichnet worden. Nun ist seine Karriere endgültig beendet.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.