Bei OP infiziert
US-Chirurg mit Ebola wurde nach Berlin geflogen
Ein Arzt aus den USA hat sich im Kongo mit dem tödlichen Ebola-Virus infiziert – nun wurde er von Afrika in das Berliner Charité gebracht, um ihm dort in der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums das Leben zu retten. Um Peter Stafford nach Deutschland zu bringen, wurden hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
Der Patient war als Chirurg für die christliche Missionsgruppe Serge tätig und hatte einen Patienten operiert, der mit dem Ebola-Virus infiziert war. Die Organisation erklärte, dass Stafford kaum noch selbstständig stehen konnte, bevor er zur Behandlung nach Berlin geflogen wurde. Beim Transport musste er von medizinischen Helfern in Schutzausrüstung gestützt werden.
Stafford hatte im Kongo einen 33-jährigen Patienten mit starken Bauchschmerzen operiert, bei dem zunächst Verdacht auf eine Gallenblasenentzündung bestand. Der Mann starb am nächsten Tag vermutlich an einer Ebola-Infektion – er wurde beerdigt, bevor er getestet wurde. Wenige Tage später hatte der Chirurg Symptome für eine Ebola-Erkrankung gezeigt.
„Er ist ein äußerst gewissenhafter Fachmann, und bei jedem chirurgischen Eingriff trägt er vollständig sterile Kleidung, Handschuhe, Haube und Schutzbrille“, sagte Myhre. „Aber das reicht nicht ganz aus, um eine Ebola-Infektion zu verhindern“, so der Gebietsleiter der Organisation Serge, Scott Myhre.
„Höchste Sicherheitsvorkehrungen“ in Deutschland
Die deutsche Ministerin Nina Warken (CDU) sagte: „Für die Bundesregierung ist es selbstverständlich, dass wir unseren Partnern helfen.“ Deutschland verfüge über ein leistungsfähiges Versorgungsnetzwerk, auch für Patienten mit hochinfektiösen Krankheiten. „Sie werden bestmöglich versorgt – und wir wahren dabei die höchsten Sicherheitsvorkehrungen.“
In diesem Beitrag sind Peter Stafford und seine Ehefrau zu sehen:
Deswegen hätten sich die USA mit einem Hilfeersuchen an Deutschland gewandt. Warken dankte allen Beteiligten für den Transport und die medizinische und pflegerische Versorgung in der Charité. „Dem Patienten wünsche ich alles erdenklich Gute für seine Gesundheit“, sagte sie.
USA baten um Unterstützung
Die US-Behörden hatten die Bundesregierung auch wegen der kürzeren Flugzeit nach Deutschland um Hilfe gebeten. Der Transport nach Berlin sollte von Uganda aus mit einem Spezialflugzeug für hochinfektiöse Patienten organisiert werden, wie das Gesundheitsministerium erläuterte.
Zur Charité erfolgte der Transport mit einem speziell ausgestatteten Fahrzeug. Eskortiert wurde es von zahlreichen Motorrädern und Autos der Polizei sowie Feuerwehren und Krankenwagen. Kurz vor 3.00 Uhr erreichte das Spezialfahrzeug das Krankenhaus.
Die Sonderisolierstation auf dem Campus Virchow-Klinikum verfügt über eine spezialisierte Infrastruktur zur Versorgung von Patienten mit hochansteckenden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten, wie es zur Erläuterung hieß. Sie ist eine geschlossene und geschützte Einheit getrennt vom regulären Klinikbetrieb, so dass kein Kontakt zu anderen Patientinnen und Patienten entstehen kann.
Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.











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