Paukenschlag im Salzburger Volleyball! Die PSVBG-Girls werden kommendes Jahr nicht mehr in der Bundesliga spielen. Grund dafür ist die finanzielle Situation.
Seit 2012 spielen die Damen des Klubs in der 1. Austrian Volley League. Nun wird man sich nach dieser Saison, in der man noch um die Plätze fünf bis acht kämpft, aus dem Oberhaus zurückziehen.
Grund dafür ist die finanzielle Situation. „Mit dem Antritt unseres Vorstands haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, den Verein von neu auf aufzubauen. Wir wollten den Fokus auf die Jugendarbeit legen“, erklärt Obmann Carsten Seith. Das war allerdings nicht möglich, weil man für das Erstliga-Team zu hohe Kosten hatte. Seith spricht dabei hauptsächlich von den Transfersummen. Denn für jede ausländische Spielerin musste die PSVBG Geld zahlen, nur dass sie hier spielen darf. „Obwohl sie alle ja sowieso in Salzburg waren, nicht extra für Volleyball hergezogen sind“, seufzt Seith. So mussten rund 20.000 Euro aufgebracht werden, die an verschiedene Verbände und für Lizenzen draufgegangen sind. „Eine Mehrbelastung. Geld, das für uns verpufft“, sagt der Deutsche.
Bereits vor der aktuellen Spielzeit stand ein Rückzug im Raum, weil sich ein großer Sponsor zurückgezogen hatte. Mit einem Gesamtbudget von rund 130.000 Euro sollte man für die komplette Spielzeit für Erstliga-Damen, Zweitliga-Herren und jegliche Nachwuchsteams durchkommen.
Plan für fünf Jahre
Am Ende flossen, eben auch durch die genannten Transfersummen, zu viele Ressourcen nur ins Damenteam. Jetzt müsse der Schritt zurück gegangen werden, um den Nachwuchs bestmöglich zu fördern. Denn nur für das Prestige der 1. Liga sei die finanzielle Gesamtbelastung zu hoch. Für die kommenden fünf Jahre hat sich der Vorstand eine Philosophie zurechtgelegt. Seith: „Langfristig ist es unser Ziel, so attraktiv zu werden, dass wir junge Spielerinnen hierbehalten.“ Das Problem sei, dass bis dato viele nach Abschluss der Schule fürs Studieren nach Wien oder Graz gegangen sind.
Mit dem Antritt unseres Vorstands haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, den Verein von neu auf aufzubauen. Wir wollten den Fokus auf die Jugendarbeit legen.
Carsten Seith
Sollte es gelingen, den eigenen Nachwuchs auch in der ersten Mannschaft zu halten, wäre das langfristige Ziel die Rückkehr ins Oberhaus. „Ich bin mir hundert Prozent sicher, dass es – auch wenn sie schwer gefallen ist – die richtige Entscheidung war. Weil sie viele Ressourcen freimacht. Sie nimmt uns viel Druck“, blickt der Obmann positiv in die Zukunft, weil in Liga zwei die Kosten deutlich geringer sind.
Die Herren sollen in der zweiten Liga bleiben – wenn sie es sportlich schaffen. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, haben es aber selbst in der Hand“, spricht Seith die drohende Abstiegsrelegation an, in der es vier Siege in vier Runden braucht.
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