Im Pinzgau übernahmen bisher die Gemeinden Mehrkosten in Kindergärten. Jetzt ist damit aber Schluss: Es werden im ganzen Bezirk einheitliche Tarife für Eltern eingeführt. Aus anderen Bezirken gibt es für den Vorstoß Lob. Der einheitliche Tarif sei fairer als der gewohnte Gebühren-Dschungel.
Der Tarif-Dschungel in den Kindergärten ist kaum zu durchblicken: Teils gelten Stundensätze, teils gestaffelte Pauschalen. Im Pinzgau haben Gemeinden bisher Mehrkosten ab dem von Land und Bund finanzierten Gratiskindergarten (20 Stunden) übernommen. Zum Teil zahlen Eltern in Salzburg dafür.
Jetzt schafft der Pinzgau als erste Region klare Verhältnisse. „Wir haben uns auf fünf Euro pro Stunde geeinigt“, informiert Michael Obermoser, ÖVP-Bürgermeister in Wald.
Rechenbeispiel: Die meisten Eltern bringen die Kinder für 30 Wochenstunden in die Betreuung. Das bedeutet dann Kosten von 50 Euro pro Monat. Obermoser: „Wir wollen faire Verhältnisse und keinen Kindergartentourismus.“ Außerdem gehe es um Wertschätzung für die Pädagogen.
Wenn der Pinzgau hier einen gangbaren Weg gefunden hat, begrüßen wir es. Es kann ein Vorbild für weitere Regionen sein.
Georg Djundja, SPÖ-Bürgermeister in Oberndorf
Die Anpassung ist notwendig, weil das Land die Unterstützung für die ersten 20 Stunden (Gratis-Kindergarten) von 113 auf 100 Euro kürzt. Das kann nicht abgefedert werden. Eltern müssen aber nicht weitere 13 Euro zahlen.
Die Pinzgauer Orte investieren in die Betreuung pro Jahr 35 Millionen Euro, etwa 18 Millionen kommen über Förderungen zurück. Aus anderen Regionen gibt es Lob dafür: „Die Kosten unterscheiden sich je nach Gemeindegröße. Ein gemeinsamer Weg macht aber Sinn“, so Georg Djundja, Ortschef in Oberndorf.
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