Zwölf Todesfälle in nur fünf Monaten: Alarmierende Unfallzahlen gibt es im heurigen Jahr auf Salzburgs Straßen, obwohl das Land erst im Vorjahr versucht hatte, die Lenker mit einer Kampagne zu sensibilisieren. Experten müssen wieder appellieren: Ein kurzer Moment könne Leben zerstören.
Rund 60 Prozent aller schweren Unfälle passieren aufgrund fehlender Aufmerksamkeit: Das erwähnte der Unfallexperte Gerhard Kronreif als Sachverständiger bei einem Prozess am Montag wegen fahrlässiger Tötung – siehe angefügten Link unten. Auch nur „ein kurzes Übersehen“, wie es Kronreif bei der Gerichtsverhandlung formulierte, kann schwere und tödliche Unfälle auslösen. Mit fatalen Auswirkungen, wie der aktuelle Gerichtsfall auf tragische Weise zeigt.
Alarmierend stellen sich diesbezüglich die heurigen Unfallzahlen dar: Allein in den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres verloren zwölf Menschen bei Verkehrsunfällen auf Salzburgs Straßen ihr Leben. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es nur drei – im gesamten Vorjahr waren es 24. Auffallend ist, dass etliche der tödlichen Unfälle auf menschliche Fehler – wie eben fehlende Aufmerksamkeit – zurückzuführen waren. Ebenfalls auffallend: Ein Viertel der heuer tödlich verunglückten Personen trug keinen Sicherheitsgurt.
Dabei hatte das Land erst Ende Juni 2025 eine Kampagne gestartet: mit dem Titel „Lass dich nicht ablenken“. Mit Bildern eines mitfahrenden Sensenmannes sollten Lenker, Radler und Co. sensibilisiert werden. Das definierte Ziel war eigentlich: weniger Unfälle, mehr Verkehrssicherheit. Fast elf Monate später braucht es wieder Appelle . . .
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