Der Preis für einen Liter Diesel hat am Montag wieder hart an der 2-Euro-Grenze gekratzt. Spitzenreiter war einmal mehr Tirol. Der Iran-Krieg hat die Ölpreise seit Ende Februar stark steigen lassen.
1,988 Euro musste am Montag österreichweit im Schnitt an den Tankstellen bezahlt werden, für Benzin wurde 1,785 Euro je Liter verlangt. Spitzenreiter war einmal mehr Tirol, wo 1,995 bzw. 1,799 Euro kassiert wurden, so die aktuellen Zahlen der E-Control.
In der Vorwoche – am 10. März – kraxelte der Preis für einen Liter Diesel bereits teilweise auf über zwei Euro.
Preisdeckel in Kroatien
Zum Vergleich: In Kroatien, das einen Preisdeckel eingeführt hat, kostete am Montag ein Liter Diesel 1,51 und Benzin 1,48 Euro.
Preisanstieg seit Februar
Ein kurzer Blick zurück: Im Jahr 2025 war Tanken etwas günstiger als 2024. Der Liter Super kostete im Vorjahr im Jahresschnitt 1,518 Euro und damit rund fünf Cent weniger als 2024, der durchschnittliche Dieselpreis lag mit 1,537 Euro rund sechs Cent unter dem Vorjahreswert. Heuer war bereits im Februar ein Preisanstieg zu bemerken.
Mit Beginn der Kampfhandlungen im Nahen Osten setzte sich der Aufwärtstrend Anfang März deutlich fort. Zu Monatsbeginn kostete Diesel durchschnittlich 1,739 Euro, Super 1,639 Euro pro Liter.
Preise dürfen nur mehr drei Mal pro Woche erhöht werden
Seit Montag dürfen die Preise an den Tankstellen nur noch an jedem Montag, Mittwoch und Freitag um 12 Uhr Mittag erhöht werden. Preissenkungen sind hingegen zu jedem Zeitpunkt in beliebigem Ausmaß zulässig. Diese Regierungsmaßnahme endet am 12. April.
Weder Preisdeckel noch Steuersenkung
Zu einem von der SPÖ favorisierten Preisdeckel hat sich die Regierung ebenso noch nicht durchringen können wie zu einer von Teilen der ÖVP angedachten Steuersenkung auf Treibstoffe. Ökonomen warnen vor raschen Preiseingriffen, auch Vertreter der Wirtschaft haben sich bisher skeptisch gezeigt.
FPÖ-Kritik an europäischem Emissionshandel
Der oberösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter. Manfred Haimbuchner (FPÖ) erneuerte am Dienstag seine Kritik am europäischen Emissionshandel. Dieser verteuere die Produktion energieintensiver Güter in Europa und die Stromerzeugung. Das Industriebundesland Oberösterreich sei davon besonders betroffen, betonte er.
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