ARBÖ-Analyse

Hohe Spritpreise: „Vergleichen zahlt sich aus“

Burgenland
14.03.2026 09:00

ARBÖ-Vergleich: Sprit kostet pro Tankfüllung bis zu sechs Euro mehr. Wo Autofahrer jetzt am günstigsten tanken – und wo sie tiefer in die Tasche greifen müssen.

Wirklich günstig ist das Tanken derzeit an keiner Zapfsäule. Dennoch gibt es deutliche regionale Unterschiede. Ein ARBÖ-Vergleich der Spritpreise Freitagfrüh ergab, dass der günstigste Diesel im Bezirk Oberpullendorf mit 1,848 Euro pro Liter zu bekommen ist. Am teuersten ist der Treibstoff im Bezirk Neusiedl am See mit 1,943 Euro pro Liter. Auch beim Benzin war das Mittelburgenland am günstigsten mit 1,629 Euro und der Bezirk Neusiedl am See am teuersten mit 1,743 Euro. „Befüllt man einen 50-Liter-Tank, ergibt das einen Preisunterschied von fast fünf Euro bei Diesel und bei Eurosuper beinahe sechs Euro“, erklärt ARBÖ-Landesdirektor Martin Heissenberger.

Neusiedl und Mattersburg teurer
Generell offenbarte die Preiserhebung, dass man beim Tanken in den Bezirken Neusiedl und Mattersburg tiefer in die Tasche greifen musste, als in anderen Landesteilen. Die Bezirke Eisenstadt, Oberwart, Güssing und Jennersdorf bewegten sich auf mittleren Preisniveau.

Warum das so ist, kann man beim ARBÖ nicht mit Sicherheit beantworten. Allerdings spielen Faktoren wie Frequenz, Lage, Pacht und Personalkosten eine Rolle. Für Heissenberger ist jedenfalls klar: „Vergleichen zahlt sich in der aktuellen Situation auf jeden Fall aus.“ Gleichzeitig mahnt er, den Frust über die hohe Tankrechnung nicht an den Mitarbeitern auszulassen: „Sie können für die hohen Preise am wenigsten, sie müssen lediglich ihren Job machen.“

Zitat Icon

Es zahlt sich aktuell auf jeden Fall aus, die Treibstoffpreise zu vergleichen und eine der günstigeren Tankstellen im Wohnbezirk anzusteuern.

ARBÖ-Landesdirektor Martin Heissenberger

Hohe Kosten für E-Auto
Einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern erachtet der Mobilitätsklub als sinnvoll. Wer aber überlege, ein E-Auto zu kaufen, sollte sich der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten bewusst sein.

Abseits davon geht die politische Diskussion weiter. Nachdem, wie berichtet, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) auf eine temporäre Steuersenkung beim Sprit pocht, fordert ihn die FPÖ dazu auf, bei den Landestankstellen – diese werden in Kooperation mit privaten Betreibern geführt – durch Zuschüsse für niedrigere Preise zu sorgen.

Werbung für Öffis
Unterdessen nutzen die Verkehrsbetriebe die Spritpreise, um für Öffis zu werben: „Da brauchen Sie sich auch nicht davor zu fürchten, dass wir am Montag, Mittwoch oder Freitag zu Mittag die Preise erhöhen.“ 

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