Hisbollah im Visier

Israel bestätigt Bodenoffensive im Libanon

Außenpolitik
16.03.2026 07:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen eine „begrenzte und gezielte“ Bodenoffensive im Süden des Libanon begonnen.

Ziel seien Stellungen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Zudem sollten vorgeschobene Posten der israelischen Armee gestärkt werden. Die „Times of Israel“ hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten.

Israels Verteidigungsministerium hatte den Bericht auf Anfrage bestätigt. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

„Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen“
Die Einsätze am Boden seien „Teil umfassenderer Verteidigungsmaßnahmen“, um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen, hieß es am Montag in der Armeeerklärung. Im Libanon herrscht die Sorge vor einer größeren Bodenoffensive Israels in dem Land. Nach Darstellung des Nachrichtenportals „Axios“ will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen.

Eine israelische Haubitze feuert Granaten in Richtung des Libanon.
Eine israelische Haubitze feuert Granaten in Richtung des Libanon.(Bild: AFP/ODD ANDERSEN)

Österreichische Bundesheer-Blauhelme im Libanon
Laut dem Verteidigungsministerium sind rund 150 Angehörige des österreichischen Bundesheers im Rahmen der UNO-Friedensmission im Süden des Libanon (UNIFIL) stationiert.

Bei einem Raketeneinschlag in der Basis Naqoura waren im Herbst 2024 acht österreichische Soldaten verletzt worden. Diese sollen sich zum Zeitpunkt des Vorfalls außerhalb ihrer Schutzräume befunden haben. Es war das erste Mal seit 2012, dass österreichische Soldaten im Auslandseinsatz verwundet wurden.

Am Sonntag vor einer Woche trafen Teile abgeschossener Drohnen das Camp. „Zum Glück wurde niemand verletzt“, teilte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) via Kurznachrichtendienst X mit.

Hintergrund
Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte die vom Iran finanzierte Hisbollah den Norden Israels unter Beschuss genommen. Seither nimmt die israelische Armee Ziele im Libanon ins Visier, insbesondere in Gebieten, die als Hisbollah-Hochburgen gelten. Dazu zählen der Süden des Landes, die südlichen Vororte der Hauptstadt Beirut und die ostlibanesische Bekaa-Ebene. Nach jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei im Libanon insgesamt 850 Menschen getötet und mehr als 2100 weitere verletzt.

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