Frankreich steuert auf einen weiteren intensiven Präsidentschaftswahlkampf zu – und mit einem bekannten Namen mehr im Rennen. Knapp ein Jahr vor der Wahl hat der Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon seine Kandidatur offiziell erklärt und damit seine vierte Bewerbung um das höchste Staatsamt in Frankreich gestartet.
Im Fernsehen bezeichnete er dabei die rechtspopulistische Partei Rassemblement National als seinen zentralen politischen Gegenspieler.
Der 74-jährige Chef der Partei La France Insoumise äußerte sich am Sonntagabend im französischen Sender TF1 und positionierte sich klar im kommenden Wahlkampf. Bereits in früheren Anläufen konnte Mélenchon zwar Achtungserfolge erzielen, verpasste jedoch jedes Mal den Einzug in die entscheidende Stichwahl.
Wiederkehrender Kandidat mit klarer politischer Linie
Bei den Präsidentschaftswahlen 2012 und 2017 belegte Mélenchon jeweils den vierten Platz, 2022 erreichte er den dritten Rang. Der Linkspolitiker gehört seit Jahren zu den polarisierendsten Figuren der französischen Politik und tritt für einen grundlegenden Bruch mit dem Kapitalismus ein.
Beobachter halten es für möglich, dass er diesmal bessere Chancen auf die Stichwahl hat – insbesondere dann, wenn das politische Lager der Mitte durch mehrere Kandidaturen geschwächt wird.
Macron nicht mehr im Rennen
Die nächste Präsidentschaftswahl in Frankreich findet im April des kommenden Jahres statt. Der amtierende Präsident Emmanuel Macron kann nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren, wodurch das Feld für neue politische Konstellationen offen ist.
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