Am Samstagabend erschütterte eine brutale Messerattacke Linz. In seiner ersten Einvernahme gab sich der 34-jährige Täter grundsätzlich geständig, blieb bei Details und Motiv aber vage. Er schob die Schuld auf eine psychische Erkrankung. Demnach seien die beiden Afghanen Zufallsopfer gewesen – einer verstarb im Krankenhaus.
Jener 34-jährige Kroate, der am späten Samstagnachmittag mit einem Küchenmesser zwei Afghanen niedergestochen hatte, wurde am Sonntagvormittag einvernommen. Ein älterer Autofahrer hatte zuvor den Kroaten angehupt, nachdem er ihm vors Auto gerannt war. Als der Kroate auf den Lenker losgehen wollte, kamen die beiden jungen Afghanen – 24 und 26 Jahre alt – dem Autofahrer zu Hilfe. Das wurde ihnen zum Verhängnis, weil der 34-Jährige nun sie ins Fadenkreuz nahm.
Opfer nicht vernehmungsfähig
Wie berichtet, hatte der Kroate den beiden jungen Männern ein Küchenmesser in den Hals beziehungsweise in die Brust gerammt. Der Ältere verstarb wenig später im Krankenhaus, der 24-Jährige ist nach einer Notoperation zwar in stabilem Zustand, aber noch nicht vernehmungsfähig. Üblicherweise würde nämlich zuerst das Opfer vernommen, um den Verdächtigen mit dessen Aussagen zu konfrontieren – in diesem Fall war dies nicht möglich.
„Psychische Krankheit war Auslöser“
Bei seiner Einvernahme zeigte sich der 34-Jährige grundsätzlich geständig. Bezüglich der Details hielt er sich laut Polizei aber bedeckt, auch ein konkretes Tatmotiv konnte er nicht nennen. Allerdings meinte er, der Auslöser sei seine psychische Erkrankung gewesen. Weil er Zeugen zufolge aber während der Messerattacke „Scheiß Moslems“ gerufen habe, ermittelt die Polizei auch, ob die Tat möglicherweise aus Fremdenhass geschehen sein könnte.
Diagnose unklar
Ob er sich in Therapie befindet, und welche Krankheit bei ihm diagnostiziert wurde, ist noch unklar – die Rede sei aber von Schizophrenie. Außerdem hatte der Kroate bereits in der Vergangenheit Vorstrafen für Gewaltdelikte und Sachbeschädigungen ausgefasst.
Untersuchungshaft quasi fix
Am späteren Sonntagnachmittag sollte er vom Polizeianhaltezentrum in die Justizanstalt Linz überstellt werden. Erst dann entscheidet die Staatsanwaltschaft Linz, ob er in Untersuchungshaft genommen wird – was aber angesichts der Umstände zweifellos der Fall sein werde.
Bluttat angekündigt
Wie berichtet, hatte der 34-Jährige seiner Frau angekündigt, jemanden töten zu wollen und anschließend Suizid zu begehen. Diese alarmierte sofort die Einsatzkräfte, doch noch während die Fahndung nach dem Kroaten lief, hatte dieser bereits die Bluttat in der Linzer Innenstadt verübt. Wenig später ließ er sich nahe dem Tatort ohne Gegenwehr festnehmen – unverletzt.
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