OÖ gegen den Trend

In der FPÖ bröckelt der Widerstand gegen Windkraft

Oberösterreich
23.05.2026 13:00

Die Steiermark und Salzburg rüsten sich für den Ausbau der Windkraft. Das Besondere daran: In beiden Bundesländern regiert – wie in Oberösterreich – die FPÖ. Sie hat dort offenbar einen Schwenk vollzogen. Hierzulande hat die Partei für Windräder nicht viel übrig. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern.

„Land Steiermark schafft Platz für 150 Windräder“, berichtete die „Steirer Krone“ kürzlich über den geplanten Windkraft-Ausbau – ausgerechnet in jenem Bundesland, das von einem blauen Landeshauptmann regiert wird. Das ist insofern bemerkenswert, als die FPÖ Windräder andernorts als Symbole einer ideologisch getriebenen Energiepolitik geißelt. In der Steiermark soll nun aber die Windkraftleistung laut dem blau-schwarzen Regierungsprogramm bis 2030 um 400 Megawatt ansteigen. Alleine der eingangs erwähnte „Platz für 150 Windräder“ ermöglicht sogar eine zusätzliche Leistung von bis zu 700 Megawatt.

Keine Verbotszonen in Salzburg
Szenenwechsel in ein anderes Nachbarbundesland: In Salzburg ist die lange Zeit praktizierte Ablehnung der Windkraft seitens der FPÖ nun auch nicht mehr in Stein gemeißelt. 2023 hatte Parteichefin Marlene Svazek noch gesagt: „In Salzburg machen Windräder keinen Sinn.“ Aus dem Mund von FPÖ-Raumordnungslandesrat Martin Zauner klingt das inzwischen anders: „Wir werden erneuerbare Energie brauchen. Ich stelle keine Verbotszone auf.“

Blauer Schutz vor „Windkraft-Manie“
Während sich anderswo etwas bewegt, ist von der FPÖ in Oberösterreich kein Schwenk in Richtung Windkraft auszumachen. Parteichef Manfred Haimbuchners öffentliche Aussagen dazu lauten etwa: „Die Windkraft wird uns nicht retten“; „Ausschlusszonen sollen unser schönes Hoamatland vor der Windkraft-Manie der Grünen schützen.“ Der FPÖ-Beteuerung, man sei nicht per se gegen Windkraft, steht ein Faktum entgegen: In den bisher elf Jahren Schwarz-Blau wurde in Oberösterreich exakt ein Windrad errichtet.

Bei den anderen derzeit zur Debatte stehenden Projekten – Sandl, Sternwald in Vorderweißenbach, Kobernaußerwald und Saurüssel – gibt es entweder Stillstand oder widersprüchliche politische Aussagen. „Das ist kein Plan, das ist ein Stolperkurs“, sagt dazu Grünen-Chef Stefan Kaineder.

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