Unter der Erde

Weißes Haus: Trump plant neues Besucherzentrum

Ausland
15.03.2026 10:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Trump gehen die Ideen für Umbauten am Weißen Haus nicht aus: Neben einem pompösen Ballsaal will der US-Präsident nun auch ein unterirdisches Besucherzentrum in Washington errichten lassen. Dort sollen Touristen und Besucher künftig die obligatorischen Sicherheitskontrollen durchlaufen, bevor sie das Gelände betreten dürfen.

Das Bauprojekt soll im August beginnen und zwei Jahre dauern. Die Pläne dafür wurden am Freitag bei der zuständigen Planungskommission eingereicht und im Internet veröffentlicht.

Neue Anlage soll optisches „Problem“ lösen
Die mehr als 3000 Quadratmeter große Anlage soll ein Dauerprovisorium beenden, das weder zu den Anforderungen der heutigen Zeit noch zum Geschmack des Präsidenten zu passen scheint, der eher opulente Optik bevorzugt. Derzeit müssen Besucher zur Sicherheitskontrolle containerartige Wachposten und Zelte passieren, um auf das Gelände des Regierungssitzes zu gelangen. Gerade bei Großveranstaltungen kann es zu langen Schlangen kommen – und sonderlich schick sehen die behelfsmäßigen Kontrollstationen auch nicht aus.

Bilder zeigen die Pläne für das unterirdische Zentrum.
Bilder zeigen die Pläne für das unterirdische Zentrum.(Bild: Screenshot/ncpc.gov)

Fertigstellung im Sommer 2028 geplant
Nun soll das ganze Prozedere größtenteils unter die Erde verlegt werden, genauer gesagt unter den Sherman-Park mit dem Denkmal des gleichnamigen US-Bürgerkriegsgenerals an der südöstlichen Ecke des Regierungsgeländes. Nach der Sicherheitsprüfung würden Besucher künftig über Rolltreppen zurück ans Tageslicht geführt – und praktisch direkt neben dem neuen Ballsaal herauskommen, den Trump trotz massiver Proteste für Hunderte Millionen Dollar errichten lassen will. Geplant ist die Fertigstellung des Besucherzentrums für Juli 2028, also sechs Monate vor dem Ende der zweiten Amtszeit des Republikaners.

Projekt soll mehrere hundert Millionen kosten
Am 2. April will sich die von Fürsprechern des Präsidenten geleitete Planungskommission mit dem Vorhaben beschäftigen. In derselben Sitzung soll auch über die Zukunft des Ballsaals entschieden werden. Es gingen bereits Zehntausende, größtenteils kritische, Rückmeldungen zur öffentlichen Bekanntmachung des Projekts ein. Die Kosten werden von der Regierung inzwischen auf etwa 400 Millionen US-Dollar (350 Millionen Euro) beziffert – doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt. Wie teuer das neue Besucherzentrum werden dürfte, ist nicht bekannt. US-Medien bemühten sich vergeblich um eine Stellungnahme des Weißen Hauses.

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