Fermentieren ist eine altbewährte Methode zum Haltbarmachen. Jetzt liegt diese voll im Trend. Beim neuen Fermentationszentrum in Unken ist der Andrang groß. Wie gesund Eingelegtes im Glas ist, erfahren die Teilnehmer selbst vor Ort.
Es braucht Schalen, Gläser und Flaschen in allen Größen und Variationen. Dazu Lebensmittel in feinster Qualität. Fermentieren liegt voll im Trend. Die eigentlich uralte Methode, Lebensmittel haltbar zu machen, erfährt gerade weltweit einen Boom. Beim Fort Kniepass lernen Interessierte in Kursen alles über Blubbern und Vitamin-Bomben aus dem Glas. „Mich interessiert generell alles, was gärt und so richtig blubbert“, verrät ein Teilnehmer, der gebannt lauscht. Eine andere Interessierte will unbedingt ihre Äpfel von der eigenen Streuobstwiese verwerten.
Dann mischt Karin Buchart fürs Essigmachen Zutaten: Apfelsaft, Alkohol, geimpft mit rohem Essig. „Alles rein in ein Glas und mit einem Tuch abdecken“, sagt die Ernährungsexpertin, die in der Region Pionierarbeit für europäische Heilkunst und Kräuterkunde leistete. Das Gemisch bleibt dann ein bis zwei Monate bei Zimmertemperatur stehen. Und schon ist der Essig aus Eigenproduktion fertig.
Unken wird zum Zentrum für Slow Food-Boom
„Es gibt österreichweit kein vergleichbares Zentrum“, sagt Buchart. Sie gründete gemeinsam mit der Restaurantleitung im neuen Fort Kniepass vor Ort ein Seminarzentrum und eigene Slow Food-Community, die sich ein paar Mal im Jahr trifft, Produkte mitnimmt und verkostet.
„Ich habe in Brooklyn gesehen, wie die Szene weltweit boomt“, erzählt sie. Ein besonderer Renner für Gesundheitsbewusste ist Oxymel (auch Sauerhonig genannt), also ein Gemisch aus Essig und Honig. Versetzt mit verschiedenen verdauungsanregenden Kräutern sei das Gemisch wirkungsvoller als jedes Verdauungsschnapserl, sagen Kräuterfeen.
Was ein wenig nach Hexenküche klingt, baut auf alten Rezepten und gilt als Heilmittel für den Darm, was wieder den Zeitgeist trifft.
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