„Krone“ vor Ort

Maria Reitter-Kollmann: „Ich lebe meinen Traum“

Oberösterreich
15.03.2026 16:00

Die Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Maria Reitter-Kollmann ist die neue Leiterin der Kunstsammlung des Landes OÖ – nun verwaltet und umsorgt sie mehr als 10.000 Werke. Die sollen aber nicht in den Depots verschwinden, findet sie. Ein „Krone“-Lokalaugenschein.

„Kunstwerke sind in meinen Augen sehr wichtige Zeitdokumente“, sagt Maria Reitter-Kollmann (51). Die Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin übernahm vor vier Monaten die Leitung der Kunstsammlung des Landes OÖ, die im Ursulinenhof untergebracht ist. „Ich war vorher im Management tätig. Aber jetzt geht es jeden Tag um Kunst pur – für mich ist das ein Traumjob“, gesteht sie.

Förderung auf Augenhöhe
Ihre Rolle hat sie bereits definiert. „Ich möchte Ansprechpartnerin für alle Kunstschaffenden in Oberösterreich sein“, betont sie. Die Förderung durch Ankäufe müsse ihrer Meinung nach auf Augenhöhe passieren. „Es geht um Wertschätzung!“

Maria Reitter-Kollmann in einem der Depots
Maria Reitter-Kollmann in einem der Depots(Bild: Farbwerk, Liz Blur)
Maria Reitter-Kollmann im Gespräch mit der Restauratorin
Maria Reitter-Kollmann im Gespräch mit der Restauratorin(Bild: Farbwerk, Liz Blur)

Kunst als Spiegel der Zeit
Insgesamt soll die Kunstsammlung das regionale Schaffen breit und über die Jahre hinweg dokumentieren. „Und ich will das auch öffentlich zugänglich machen.“ So sind in der Galerie der Kunstsammlung nicht nur Ausstellungen geplant, sondern „wir bestücken die Büros des Landes mit Werken, wir haben außerdem ein Schaudepot und eine Artothek“. Hier können rund 770 Werke von Kunstfans entliehen werden.

„Immer wieder alles durchschauen“
Zu Reitter-Kollmanns „Traumjob“ gehört aber auch die richtige Aufbewahrung der Werke: „Wir haben konservatorisch eine große Verantwortung, müssen immer wieder alles durchschauen – und das tun wir nach Plan.“

Rund 10.207 Werke – von der lebensgroßen Hirschfigur aus Holz über Gemälde in unterschiedlichsten Formaten bis hin zu kleinen Skulpturen – werden mittlerweile verwaltet, ausgestellt, begutachtet, gehegt und gepflegt.

Reitter-Kollmann hat aber noch einen Traum: „Ich will die Vernetzung und Synergien mit den Vereinen vorantreiben. Ich finde, das ist für alle eine Bereicherung!“

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