Die Schadenfreude feiert fröhliche Urständ‘: Rund um den Rücktritt des ORF-Chefs und die Suche nach einer Nachfolge gibt es ausreichend prickelnde Fakten und Gerüchte. Offenbar ist der ORF am Küniglberg nicht nur als Intrigenstadl bekannt, nein, der Tratsch eilt von Pantscherl zu Pantscherl samt hohen Abfertigungen, da wird es auf Cocktails nie langweilig.
Als Würze kommt der politische Druck hinzu, nur die Österreicher lassen sich gefallen, dass man so eine Institution als „unabhängig“ bezeichnen darf, ohne zum Gespött zu werden.
Dahinter verbirgt sich die schlichte Frage: Ist es wirklich so schwierig eine geeignete ORF-Spitze zu finden? Ich meine, das sollte routiniert lösbar sein.
Wie machen das andere Firmen? Dieser Tage hatte die größte heimische Versicherung, die VIG, ihre Bilanz präsentiert. Da gibt es 50 Versicherungsgesellschaften, die zum Konzern in 30 Ländern gehören, die schaffen einen Jahresgewinn von über einer Milliarde Euro. Oder nehmen wir die Voestalpine her: Ihr Chef lenkt einen Konzern mit 500 Tochterfirmen in 50 Ländern, es gibt trotz Stahlkrise stattliche Gewinne.
Auch Frauen können es: Die Chefin der Bundeswettbewerbsbehörde, Harmsdorf-Borsch, hat die Strabag beinhart zu einer Strafe von 146 Millionen Euro verdonnert.
Drei völlig verschiedene Beispiele, aber alle drei mit tüchtigen Chefs. Warum sollte so eine Professionalität nicht auch beim ORF auf Dauer möglich sein?
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