Feuer in Los Angeles

Brandstifter hegte Groll gegen Reiche

Ausland
05.05.2026 08:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der mutmaßliche Brandstifter des Feuers in einem Nobelvorort in Los Angeles hegte einen Groll gegen Reiche. Das teilte die US-Bundesstaatsanwaltschaft jetzt mit. Zwei Wochen vor der Tat im vergangenen Jahr habe der Angeklagte im Internet danach gesucht, Milliardärinnen und Milliardäre zu stürzen.

Laut der Staatsanwaltschaft war Jonathan R. wutentbrannt über den Kapitalismus und legte das Feuer in dem Nobelvorort quasi als Akt der Vergeltung. Zu dem Zeitpunkt der Tat arbeitete R. als Fahrer für den Taxi-Dienst Uber. Fahrgäste vom 31. Dezember 2024 und 1. Jänner 2025 beschrieben ihn als „wütend“ und „intensiv“. Er sei „unberechenbar“ gefahren und habe darüber geschimpft, „dass er stinksauer auf die Welt“ sei. Zudem habe er über Luigi Mangione, den Kapitalismus und Selbstjustiz gesprochen, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Mangione wird vorgeworfen, im Dezember 2024 einen Versicherungschef in New York ermordet zu haben.

Weiter hieß es, die Ermittlerinnen und Ermittler hätten den Angeklagten bei einem Verhör gefragt, warum jemand Brandstiftung in Pacific Palisades begehen könnte. R. antwortete demnach, ein möglicher Brandstifter könnte von Groll gegen Reiche motiviert sein, da „wir im Grunde von ihnen versklavt werden“.

Prozess startet im Juni
Jonathan R. soll die Brände in dem Nobelvorort Pacific Palisades im vergangenen Jahr entfacht haben. Konkret soll er das Feuer in der Silvesternacht zu Jahresbeginn 2025 kurz nach Mitternacht an einem beliebten Wanderweg gelegt haben. R. weist alle Vorwürfe zurück. Bei dem verheerenden Großfeuer kamen zwölf Menschen ums Leben. Tausende Häuser wurden zerstört.

Die Feuerwehr dämmte den Brand zunächst ein, dieser glomm jedoch am Boden weiter und wurde mutmaßlich durch starken Wind rund eine Woche später wieder angefacht.  Das Palisades-Feuer breitete sich weiter nach Westen bis nach Malibu aus. Im Jänner 2025 hatten drei Wochen lang mehrere verheerende Brände im Großraum der kalifornischen Metropole Los Angeles gewütet. Dabei kamen insgesamt 31 Menschen ums Leben, mehr als 160.000 Gebäude wurden zerstört. Der Prozess gegen R. wird am 8. Juni starten.

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