In der sechsten Verhandlungsrunde haben sich die Sozialpartner auf einen neuen Kollektivvertrag für die Beschäftigten in der Finanzbranche geeinigt. Die Mindestgehälter werden um drei Prozent sowie einen Fixbetrag um fünf Euro erhöht. Die Lehrlingseinkommen und Kinderzulage steigen um 3,13 Prozent.
Das Gesamtpaket bestehe aus monetären und dienstrechtlichen Verbessern, hieß es in einer Aussendung. So wird etwa die Pflegefreistellung für kranke Kinder, Partnerinnen und Partner, Eltern und Enkelkinder um zwei Tage pro Jahr erhöht. Zudem ist die zweite Woche Pflegefreistellung für Kinder bis zu 14 Jahren möglich. „Das bedeutet eine konkrete Verbesserung für alle Beschäftigten mit Betreuungspflichten. Vor allem dann, wenn Betreuung plötzlich organisiert werden muss“, sagte Anita Palkovich, Verhandlerin der Gewerkschaft GPA. Zusätzlich erhalten Beschäftigte mit behinderten Kindern die doppelte Kinderzulage.
„Zentral ist, dass wir Einmalzahlungen abwenden und damit eine nachhaltige Gehaltserhöhung für alle Kolleginnen und Kollegen sichern konnten. Durch die Anwendung des Fixbetrags nehmen wir zudem Rücksicht auf niedrigere Einkommensgruppen“, sagte Palkovich weiter. GPA-Chefverhandler Wolfgang Pischinger, Zentralbetriebsrat der Oberbank, sprach von einer „Einigung an der Schmerzgrenze“. Einzelne Punkte wären „für sich allein nicht ausreichend gewesen“.
In Österreich arbeiten ungefähr 68.000 Menschen in der Finanzbranche.
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