Erstmals seit 2023

Russland verlor wieder Gebiete in der Ukraine

Außenpolitik
05.05.2026 08:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Erstmals seit fast drei Jahren hat Russland wieder Gebietsverluste in der Ukraine erlitten. Im April verlor die russische Armee laut dem Institut for the Study of War (ISW) rund 120 Quadratkilometer ukrainisches Territorium. Demnach gewann das ukrainische Militär die Kontrolle über rund 0,02 Prozent ihres Staatsgebiets zurück.

In den drei ostukrainischen Regionen Saporischschja, Charkiw und Donezk gewannen die Soldatinnen und Soldaten laut der aktuellen Analyse jeweils rund 40 Quadratkilometer Gebiet zurück. Insgesamt hält Russland etwas mehr als 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt. Darunter sind auch die bereits 2014 annektierte Halbinsel Krim und Gegenden in den Regionen Donezk und Luhansk, die vor Kriegsbeginn im Jahr 2022 von pro-russischen Separatistinnen und Separatisten kontrolliert worden waren. Den Großteil des restlichen Gebiets hat die russische Armee in den ersten Wochen nach Beginn des Kriegs erobert.

In den vergangenen Monaten hat sich der Vormarsch Russlands laut den ISW-Daten erheblich verlangsamt. Im März 2026 haben die Streitkräfte 23 Quadratkilometer Territorium eingenommen, im Februar 123. Im Jänner 2026 waren es noch 319 Quadratkilometer gewesen. Die Probleme der russischen Soldatinnen und Soldaten seien auf ukrainische Gegenangriffe und Schwierigkeiten mit der Kommunikationstechnologie zurückzuführen, hieß es. Im Februar 2026 hatte das US-Unternehmen SpaceX die Nutzung seiner Starlink-Satelliten durch das russische Militär unterbunden, die russische Führung schränkte zudem die Nutzung des Online-Dienstes Telegram ein. Auch der durch Tauwetter und Regen entstandene Schlamm habe womöglich das Vorrücken von Bodeneinheiten verlangsamt.

Selenskyj kündigte frühere Waffenruhe an als Putin
Wie berichtet, hat Russlands Machthaber Wladimir Putin eine Waffenruhe für den 8. und 9. Mai angekündigt und damit für den Zeitpunkt rund um den Tag des Siegs im Zweiten Weltkrieg am 9. Mai. Man zähle darauf, dass die ukrainische Seite dem Beispiel folge, teilte das Verteidigungsministerium mit. „Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai“, sagte daraufhin der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Er habe keine offiziellen Angebote zu einer möglichen Feuerpause am 9. Mai erhalten. Sein Land trete für einen dauerhaften Waffenstillstand und Frieden mit Sicherheitsgarantien ein.

Hier sehen Sie ein Posting zu der Waffenruhe, die Putin angekündigt hat:

In den vergangenen Jahren wurden mehrmals über hohe Feiertage kurzzeitige Waffenruhen ausgerufen. Zuletzt gab es einen Versuch über das orthodoxe Osterfest Mitte April. Beide Seiten verzichteten für etwa 30 Stunden auf Raketen- und Drohnenangriffe im gegnerischen Hinterland. An der Frontlinie blieb es unruhig, weil kleine Drohnen weiter eingesetzt wurden. Russland und die Ukraine warfen einander deshalb jeweils mehrere Tausend Verstöße vor.

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