„Ja“, könnte die Antwort auf die Frage im Titel launig lauten. China macht wieder mal als Land der Kopierkünstler von sich reden: Es zischt ein Produkt durchs Netz, das derart schamlos abgekupfert ist, dass man seinen Augen kaum trauen möchte. Was hier aussieht wie ein Porsche Taycan, ist in Wahrheit ein Shangjie Z7.
Dabei zeugt der Name wahrscheinlich von mehr Phantasie als die Karosserie, an der ziemlich genau nichts eigenständig ist. Shangjie ist ein Stadtteil von Zengzhou und bedeutet wörtlich übersetzt „Oberstraße“ oder „auf die Straße gehen“.
In diesem Fall ist es eine Automarke, die aus der Zusammenarbeit von Huawei und SAIC Motor hervorging, genauer gesagt aus dem Joint Venture Harmony Intelligent Mobility Alliance (HIMA), dem auch noch Seres, Chery, BAIC und JAC angehören.
Noch ist das neueste Modell nicht vorgestellt worden, aber erste Bilder und Infos machen bereits die Runde. Wie der Porsche Taycan ist der Shangjie an die fünf Meter lang und rund zwei Meter. Der Radstand misst knapp drei Meter.
Auch den China-Klon wird es als Fließheck sowie Shooting Brake geben. Die Karosserieformen gleichen dem Zuffenhausener Vorbild wie das sprichwörtliche eine Ei dem anderen. Minimale Unterschiede findet man in Details an der Front.
SAIC Motor (Shanghai Automotive Industry Corporation) ist Chinas größter Automobilhersteller mit Sitz in Shanghai. Der staatseigene Konzern, der zu den Top-10-Autobauern weltweit gehört, ist u.a. bekannt für Marken wie MG, Maxus, Roewe und IM. SAIC Volkswagen produziert Fahrzeuge der Marken VW, Škoda und Audi für den chinesischen Markt.
Bei Huawei heißt es, man habe das Design an den Deutschen „angelehnt“ - den Preis jedoch nicht: In China soll der Pseudo-Porsche umgerechnet zwischen 32.000 und 42.000 Euro kosten. Das Original kommt mindestens auf rund das Dreifache.
Wie weit der Shangjie technisch entfernt ist, weiß man noch nicht. Es ist jedoch die Rede von LFP-Batterien mit 80 und 100 kWh von CATL. Beim Fahrwerk dürfte sich der Hersteller keine Blöße geben und Luftfederung, Doppelquerlenker vorn sowie eine Fünflenker-Achse hinten einsetzen. Auch moderne Assistenzsysteme inklusive Lidar scheinen gesetzt. Man wird die Wahl haben zwischen Hinterrad- und Allradantrieb.
Womit man nicht zu rechnen braucht, ist, dass es der Pseudo-Porsche nach Europa schafft.
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