Schulen geschlossen

Erdbeben nahe Ätna: Bevölkerung in Angst

Ausland
04.03.2026 13:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Erdbeben der Stärke 4,5 ist am Mittwoch in der sizilianischen Provinz Catania klar zu spüren gewesen. Das Zentrum wurde am Vulkan Ätna, nordwestlich der Gemeinde Ragalna, in einer Tiefe von etwa 3,8 Kilometern lokalisiert.

Das Beben wurde außerdem in den ostsizilianischen Provinzen Messina und Syrakus wahrgenommen. Berichte über Sach- oder Personenschäden liegen vorerst nicht vor. Die Feuerwehr erhielt zahlreiche Anrufe besorgter Anrainer. Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Gegenstände wackelten und fielen in den Wohnungen zu Boden.

Kontrollen am Flughafen Catania
In der Gemeinde Ragalna unweit des Vulkans wurden Schäden an Gebäuden gemeldet. Kontrollen zur Überprüfung der Stabilität der Infrastruktur laufen noch. Die Schulen in Catania wurden auf Anordnung von Bürgermeister Enrico Trantino geschlossen. „Wir überprüfen die Stabilität der Schulgebäude, Sicherheit hat für uns höchste Priorität.“

Unter Geologen gilt der Ätna als vergleichsweise „gutmütiger“ Vulkan: Er explodiert in der Regel ...
Unter Geologen gilt der Ätna als vergleichsweise „gutmütiger“ Vulkan: Er explodiert in der Regel nicht wie der Vesuv bei Neapel oder der Mount St. Helens in den USA, sondern baut Druck durch regelmäßige Lavaausflüsse ab.(Bild: AFP/SAMEER AL-DOUMY)

Flugverkehr nicht beeinträchtigt
Auch am Flughafen Catania, dem größten der Mittelmeerinsel, wurden Kontrollen durchgeführt. Dort landen Urlauber, die renommierte Badeorte wie Taormina, Acireale und Giardini Naxos besuchen. Der Flugverkehr wurde durch das Erdbeben jedoch nicht beeinträchtigt.

Im Dezember 2018 war es zu einem stärkeren Beben vulkanischen Ursprungs gekommen. Dabei wurden 28 Menschen verletzt, rund 400 Personen verloren ihre Häuser.

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