Für das Benefiz-Suppenessen mit Bischof Wilhelm Krautwaschl legen Schüler der Fachschule St. Martin Hand an. Sie kochen Brandteig-Perlen und Birnen-Sellerie-Cremesuppe – und schenken sie gegen eine Spende aus. Diese kommt indischen Frauen aus prekären Verhältnissen zugute.
Sellerie, Karotte, Liebstöckel, Petersilie: In der Küche der Fachschule St. Martin wird eifrig geschnippelt – das Gemüse wird in großen Suppentöpfen zu einer Bouillon verkocht. Aus gegebenem Anlass strengen sich die Schüler besonders an: „Sonst kochen wir nur für Elternabende oder für den Tag der offenen Tür – das ist schon etwas Besonderes“, sagt die 15-jährige Kochschülerin Lena.
Gemeint ist das alljährliche Benefiz-Suppenessen, das am Mittwoch unter der Einladung von Diözesanbischof Wilhelm Krautschwaschl im Grazer Priesterseminar stattfindet. Seit 1958 wird in den Pfarren Suppe für den guten Zweck ausgeschenkt: „Begonnen hat es mit dem Aufruf, in der Fastenzeit weniger zu essen und dafür etwas mit anderen zu teilen“, erklärt Angela Lienhart von der Katholischen Frauenbewegung, die die Aktion seit zig Jahren mitorganisiert.
Die Tradition sorgt für persönliche Begegnungen, generiert Spenden und richtet Aufmerksamkeit auf Projekte wie „Seeds“. Hinter „Seeds“ stecken engagierte Beraterinnen, die im Norden Indiens von Dorf zu Dorf ziehen und Frauen ermutigen: „Viele werden unterdrückt und wissen gar nicht, dass sie das Recht auf ein gewaltfreies Leben haben“, sagt Lienhart. Mit Spenden werden den Inderinnen neue Freiheiten geschenkt.
„Wir finden die Aktion toll – sogar muslimische Schüler helfen mit. So gesehen ist es eine sinnvolle, praktische Vertiefung“, sagt Kochlehrerin Kerstin Bischof. Sie schaut Vanessa und Vera (beide 16) auf die Finger, während sie die Einlagen für die Suppe zubereiten. Denn die haben es in sich: Brandteig-Perlen und Kräuter-Parmesan-Schöberl. Außerdem wird eine Birnen-Sellerie-Cremesuppe serviert. „Ich glaube, die wird am besten schmecken“, verrät Kochschülerin Lena.
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