Mit glanzvollen Erinnerungen ist der Kärntner Volunteer Hubert Supersberger von den Olympischen Spielen zurückgekehrt – er hat als Freiwilliger mit all den Superstars beim Eishockeyturnier gearbeitet und sogar den kanadischen Kapitän Crosby persönlich kennengelernt.
17.000 freiwillige Olympiahelfer aus 160 Ländern der Welt waren seit 1. Februar im Einsatz – als einziger Österreicher wurde unter 170.000 Bewerbern in einem zweijährigen Auswahlverfahren Hubert Supersberger auserwählt. „Unser Team hatte 26 Mann aus der ganzen Welt, ich habe im Santa-Giulia-Eispalast in Mailand in der Statistikabteilung des Weltverbandes gearbeitet“, erzählt der Vizeleutnant des Bundesheers.
„Da gingen bei den Umkleidekabinen alle Superstars vorbei. Und haben oft neben mir sogar am Ergometer trainiert.“
„Zweifacher Olympiasieger weiß viel über Österreich“
Hubert durfte in dieser Zeit sogar den kanadischen Eishockey-Kapitän Sidney Crosby persönlich kennenlernen: „Wir haben geplaudert. Er wusste viel von Österreich, kennt Marco Kasper und Michael Rossi aus der NHL gut.“
Wenn Crosby für Kanada antrat, gewann das Mutterland des Eishockeys zuvor immer Olympiagold. Das war so 2010 in Vancouver, als der damals 22-jährige Superstar der Pittsburgh Penguins in der Verlängerung des Finales gegen die USA zum 3:2-Sieg traf. Und das war 2014 so, als Kanada nicht nur in der Vorrunde gegen Österreich 6:0 gewann, sondern auch das Endspiel gegen Schweden dank eines Crosby-Treffers mit 3:0 für sich entschied. „Crosby ist ein besonderer Mensch“, sagt Hubert.
Sie kamen mit vier Flugzeugen, haben als einzige unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert. Es wimmelte vor Journalisten!
Hubert Supersberger
Ganz außergewöhnlich war auch das Eishockeyteam von Kanada: „Sie kamen mit vier Flugzeugen, haben als einzige unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert. Es wimmelte vor Journalisten!“ Dass sie sich im Finale gegen die USA geschlagen geben mussten, überraschte Hubert nicht: „Crosby hat schon verletzt gefehlt. Er schied im Viertelfinale gegen die Tschechen aus.“
Bei China war immer die Kontrolle dabei
In Supersbergers Team waren 26 Volunteers aus der ganzen Welt, jeden zweiten Tag hat er gearbeitet. An seinen freien Tagen tauchte er als Fan ins olympische Geschehen ein. „Ich hab‘ die Nationalen Olympischen Komitees besucht – das Holland-Haus im Messegelände war ein Wahnsinn. Dort war zwei Wochen Party pur.“
Supersberger schaute in den Häusern von Tschechien, der Slowakei, Brasilien, China, Italien und Südkorea vorbei. „China war außergewöhnlich, ganz anders als andere Häuser. Ein kommunistisches Land – ein Guide, der dich beim Eintritt in Empfang nahm, hatte alles im Griff. Es gab in den zwei Bungalows eine Ausstellung über chinesischen Olympiasport seit der Revolution 1949.“
Holländische Eislaufstars auch am Weißensee
Für seinen Einsatz gab es übrigens keine Gage, das Quartier war selbst zu organisieren. Aber die Erinnerungen sind leuchtend: „Ich habe KAC-Crack Jesper Jensen, den Flaggenträger für das dänische Team, gesehen und auch holländische Eislaufstars getroffen. 5000 Niederländer kommen ja jedes Jahr zur alternativen Elf-Städte-Tour auf den Weißensee. Einige waren sogar dabei. Bei den Olympischen Spielen 2030 in Frankreich sollen die orangen Eisflitzer sogar Heimvorteil haben. Denn die Eisschnelllaufbewerbe sind im holländischen Heerenveen geplant.“
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