US-Präsident Donald Trump heizt mit einem Post auf seiner Plattform Truth Social die Debatte um Außerirdische, UFOs und geheime Regierungsdokumente weiter an. Er kündigte an, Regierungsakten zu „Alien- und außerirdischem Leben“ sowie zu „unidentifizierten Flugobjekten“ freigeben zu lassen – und verband dies indirekt mit schweren Vorwürfen gegen seinen Vorgänger.
Wörtlich schrieb Trump in der Nacht auf Freitag (Mitteleuropäischer Zeit): „Aufgrund des enormen Interesses werde ich den Kriegsminister sowie andere zuständige Ministerien und Behörden anweisen, mit dem Prozess zu beginnen, Regierungsakten im Zusammenhang mit Alien- und außerirdischem Leben, unidentifizierten anomalen Phänomenen (UAP) und unidentifizierten Flugobjekten (UFO) sowie sämtlichen weiteren Informationen zu diesen äußerst komplexen, aber extrem interessanten und wichtigen Themen zu identifizieren und freizugeben. Gott segne Amerika!“
Obama-Nebensatz löste Debatte aus
Dem Vorstoß ging eine Kontroverse um Aussagen von Trumps Vorgänger Barack Obama voraus. In einem Podcast-Interview hatte Obama auf die Frage nach Außerirdischen gesagt: „Sie sind real, aber ich habe sie nicht gesehen. Sie werden nicht in Area 51 aufbewahrt, es gibt keine unterirdische Einrichtung – außer es gäbe diese enorme Verschwörung, die es geschafft hätte, es selbst vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten zu verbergen.“
Später stellte Obama auf Instagram klar, dass er während seiner Präsidentschaft keine Beweise für Kontakte von Außerirdischen mit der Menschheit gesehen habe. Statistisch sei die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch, ein Besuch auf der Erde jedoch sehr unwahrscheinlich.
Trump: „Obama hat Geheiminformationen preisgegeben“
Trump reagierte dennoch scharf. An Bord der Air Force One erklärte er am Donnerstag, Obama habe „geheime Informationen preisgegeben, die er nicht preisgeben sollte“. Weiter sagte Trump: „Ich weiß nicht, ob sie real sind oder nicht, aber ich kann Ihnen sagen, dass er geheime Informationen weitergegeben hat.“
Und: „Er hat geheime Informationen weitergegeben. Das hätte er nicht tun sollen. Er hat einen großen Fehler gemacht. Er hat es aus geheimen Informationen herausgenommen.“ Zugleich betonte Trump, er selbst habe keine Meinung zur Existenz von Außerirdischen.
Pentagon hat „keine verifizierbaren Beweise“
Die Auseinandersetzung fällt in eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit für sogenannte UAPs („Unidentified Anomalous Phenomena“, unidentifizierte anomale Phänomene) in der US-Politik. Seit 2023 fanden im Kongress drei Anhörungen zu dem Thema statt, zuletzt im September. Dabei berichteten Zeugen von Sichtungen, zudem wurden Videos präsentiert, die angeblich ein US-Militärfluggerät im Kontakt mit einem mysteriösen Objekt zeigen.
Das Pentagon erklärte jedoch kürzlich, es gebe keine „verifizierbaren Beweise“ für außerirdische Aktivität oder Technologie. Auch die NASA stellte im September 2023 fest, dass bislang keine Hinweise auf außerirdische UAPs vorliegen.
Obama: „Gibt Dinge, die ich nicht on air sagen kann“
Obama selbst hatte bereits 2021 in einer Late-Night-Show scherzhaft gesagt, es gebe „Dinge, die er über Aliens nicht on air sagen kann“, fügte aber ernsthaft hinzu: „Es gibt Aufnahmen von Objekten am Himmel, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind.“
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