Gewinn gesunken

Nestlé schrumpft und muss Konzern umbauen

Wirtschaft
19.02.2026 13:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein schrumpfender Umsatz und höhere Rohstoffkosten haben dem Schweizer Nahrungsmittelriesen Nestlé 2025 erneut einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat 9 Milliarden Franken (9,9 Mrd. Euro), ein Minus von 17 Prozent.

Das vom Markt stark beachtete organische Umsatzwachstum, das Wechselkurseinflüsse sowie Zukäufe und Verkäufe von Geschäftsbereichen ausklammert, legte vor allem dank Preiserhöhungen um 3,5 Prozent zu.

Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Nettogewinn von 10,08 Mrd. Franken und einem organischen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet.

Dennoch höhere Dividende
Nestlé will die Dividende um 1,6 Prozent auf 3,10 Franken je Aktie anheben. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von etwa 3 bis 4 vier Prozent an. Die bereinigte operative Ergebnismarge werde sich gegenüber den 16,1 Prozent des Jahres 2025 voraussichtlich verbessern.

Der neue Konzernchef Philipp Navratil will das Geschäft auf die vier Bereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition sowie auf führende regionale Positionen im Bereich Kulinarikprodukte und Snacks fokussieren. Nestlé befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Veräußerung des verbleibenden Speiseeisgeschäfts an Froneri. Für Nestlé Waters & Premium Beverages habe der Konzern im ersten Quartal 2026 mit der formellen Kontaktaufnahme mit potenziellen Partnern begonnen. Das Geschäft dürfte ab 2027 entkonsolidiert werden.

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