Belastete Babynahrung

Nestlé-Chef entschuldigt sich für Rückruf

Ausland
14.01.2026 14:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nestlé-Chef Philipp Navratil hat sich für den größten Rückruf der Firmengeschichte – betroffen war Babynahrung in rund 60 Ländern auf allen Kontinenten – öffentlich entschuldigt. „Ich möchte mich aufrichtig für die Sorgen und Unannehmlichkeiten entschuldigen, die dies verursacht haben könnte“, meinte der 50-jährige Schweizer in einer am Dienstagaben veröffentlichten Videobotschaft.

Im Dezember sei ein Qualitätsproblem in einem Werk in den Niederlanden festgestellt worden. Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Ursache ein bestimmter Rohstoff von einem der Zulieferer gewesen sei. Daraufhin habe Nestlé die Auslieferung aller Produkte mit dem betroffenen Rohstoff sofort gestoppt. Zudem sei Anfang Jänner in Abstimmung mit den Behörden in allen betroffenen Ländern ein vorsorglicher Rückruf eingeleitet worden. Die Rückrufe seien aufgrund der staatlich vorgeschriebenen Verfahren für diese Produkte schrittweise in den einzelnen Ländern bekannt gegeben worden.

(Bild: nestle)
(Bild: nestle)
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(Bild: nestle)
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(Bild: nestle)

„Bisher keine bestätigten Krankheitsfälle“
Betroffen sind früheren Angaben zufolge bestimmte Chargen der Produkte SMA, Beba, NAN und Alfamino (siehe Bilder oben). Grund ist eine mögliche Verunreinigung mit Cereulid, einem Giftstoff, der Übelkeit und Erbrechen verursachen kann, wobei die Beschwerden meist innerhalb weniger Tage von selbst wieder abklingen. Sehr selten kommt es zu schweren Krankheitsverläufen durch Leber- und Hirnschäden. Das Toxin kann Erhitzungsvorgänge bei der Zubereitung von Lebensmitteln überstehen.

„Alle Rückrufe sind inzwischen bekannt gegeben worden“, sagte Navratil. Angaben auf der Nestlé-Website zufolge sind Produkte in rund 60 Ländern auf allen Kontinenten zurückgerufen worden, darunter auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es gebe bisher keine bestätigten Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den betroffenen Produkten.

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