Toxin in Babynahrung

Klage gegen Nestlé und andere beteiligte Konzerne

Ausland
29.01.2026 13:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Rund um den größten Produktrückruf in der Geschichte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé – rund 60 Länder und mehr als 800 Produkte sind betroffen – hat nun die Nichtregierungsorganisation Foodwatch Klage eingereicht. Die NGO fordert Ermittlungen gegen die Unternehmen, die an dem kürzlich eingeleiteten Rückruf von Säuglingsmilch beteiligt sind. In einigen Chargen wurde Cereulid, ein durch Bakterien verursachtes Toxin, nachgewiesen.

Die NGO schließt sich acht Familien mit neun erkrankten Kindern aus Frankreich an, wie Foodwatch-Anwalt François Lafforgue während einer Pressekonferenz am Donnerstag erklärte. „Wir haben es mit Wiederholungstätern zu tun“, erklärte Karine Jacquemart, Geschäftsführerin von Foodwatch Frankreich. „Es ist bereits das dritte Mal, dass wir Klage gegen Nestlé einreichen.“ Die Nichtregierungsorganisation klagte bereits wegen kontaminierter Buitoni-Pizzen und illegal gefiltertem Wasser.

Foodwatch hat bereits ihre dritte Klage gegen Nestlé eingereicht.
Foodwatch hat bereits ihre dritte Klage gegen Nestlé eingereicht.(Bild: AFP/FABRICE COFFRINI)

Erste Klage war erfolglos
Foodwatch wirft den Konzernen – betroffen sind neben Nestlé, Hochdorf, Danone, Lactalis und Vitagermine – insgesamt acht Rechtsverstöße vor, darunter das Inverkehrbringen gesundheitsschädlicher Produkte. Gemäß der NGO sei die Klage sehr umfangreich, da es sich um sehr schwere Straftaten handle.

Am Mittwoch hatte das Verwaltungsgericht Paris eine Klage einer Vereinigung zum Schutz von Kindern abgewiesen. Die Vereinigung warf dem französischen Staat „grobfahrlässiges Verhalten“ im Umgang mit dem Säuglingsmilch-Rückruf vor.

Nestlé weist Vorwürfe zurück
Nestlé wies die Vorwürfe in einem Statement zurück: „Nestlé war das erste Unternehmen der Branche, das das Thema Cereulid in Säuglingsnahrung identifiziert und umgehend mit den zuständigen Behörden kooperiert hat sowie die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet hat. In weiterer Folge wurde die gesamte Industrie informiert.“ Gleichzeitig wies das Unternehmen darauf hin, dass es derzeit keine regulatorischen Vorgaben zu Cereulid in Lebensmitteln gebe.

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