Dauert noch 14 Jahre

Salzburg will Touristen aus dem Zentrum locken

Salzburg
12.02.2026 07:00

Bis zum Jahr 2040 will die Stadt die Urlauber besser verteilen. Doch der Prozess bis dahin ist langwierig und erfordert noch viel Geduld. Welche Rolle hier die Stadtteile, Kulturschaffende und Vereine spielen – die „Krone“ hat nachgehakt.

Ruhig ist es geworden um die Vision Salzburg 2040. Dabei soll das von Steuergeld bezahlte Konzept künftig die Marke der Stadt prägen und den Tourismus für Einheimische verträglicher machen. Umso lauter sind hingegen derzeit die Touristenmassen, die sich durch enge Altstadtgassen drängen.

Unter der Federführung der Salzburg Tourismus GmbH (TSG) will die Vision mithilfe der deutschen Project-M-Agentur künftig alles unter einen Hut bringen. Doch in der stadteigenen Gesellschaft brodelt es. Innerhalb von nur zweieinhalb Jahren haben zwei Geschäftsführerinnen aufgegeben, zuerst Christine Schönhuber, dann Beate Kassner. Interimistisch ist nun Heidi Strobl am Ruder.

Für die Fortsetzung der Markenstrategie spielt das kaum eine Rolle, wie Project-M-Geschäftsführer Peter Kowalsky verrät: „Wir sind von der Geschäftsführung losgelöst.“ Er streut aber Ex-Chefin Kassner Rosen: „Sie hat vieles positiv angeschoben.“

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Besucher zu lenken und die Stadtteile einzubinden, hat für uns eine große Bedeutung. Das geht aber nicht, indem man einfach einen Schalter umlegt. 

Peter Kowalsky, Project M GmbH

Nach einer Lenkungsgruppe Ende Jänner geht es heuer im März mit Erlebnisraum-Workshops weiter. „Wir haben viele tolle Initiativen, Kulturschaffende und Vereine in den Stadtteilen – diese gilt es, auf die Agenda zu bringen“, sagt Kowalsky. Das Salz in der Suppe seien besondere Architektur oder auch Straßenkunst – etwa in Lehen.

Dass der Tourismus vielen zu viel ist, sei subjektiv. Noch liege man unter Rekordwerten des Jahres 2019. Und es gebe bereits Vorkehrungen in Salzburg, etwa Bettenobergrenzen.

Aus der TSG heißt es zur „Krone“, dass es ja „Vision 2040“ heiße und man jetzt Geduld haben müsse, um gemeinsam mit der Bevölkerung und den Stadtteilen diese „Erlebniswelten“ zu kreieren. Das werde den Tourismus entzerren, aber: „Da sind wir noch weit davon entfernt.“

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