Neues Abkommen

USA arbeiten bei Atomkraft mit Armenien zusammen

Außenpolitik
09.02.2026 23:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die USA und Armenien haben eine Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung von Atomkraft vereinbart. Das Abkommen ermöglicht den Vereinigten Staaten, Nukleartechnologie und Ausrüstung rechtssicher nach Armenien zu exportieren. Armenien ist bei der Energieversorgung bisher stark von Russland und dem Iran abhängig.

Die Regierung in Jerewan prüft derzeit Angebote für den Bau eines neuen Reaktors, der das veraltete, noch von Russland gebaute Kraftwerk Mezamor ersetzen soll. Die Offerten kommen aus den USA, Russland, China, Frankreich und Südkorea. Das neue Abkommen gilt nun als wichtiger Schritt für eine mögliche US-Beteiligung, was den traditionell starken russischen Einfluss im Südkaukasus weiter schwächen dürfte.

Armeniens Ministerpräsident Nikol Paschinjan sprach am Montag von einer „sich vertiefenden Energiepartnerschaft“, nachdem er die Erklärung mit US-Vizepräsident JD Vance unterzeichnet hatte. Das Volumen der anfänglichen US-Exporte liegt laut Vance bei bis zu fünf Milliarden Dollar. Hinzu kommen Verträge für Brennstoff und Wartung im Wert von weiteren vier Milliarden Dollar.

Der zweitägige Besuch von Vance folgt auf ein Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan, das vor sechs Monaten im Weißen Haus unterzeichnet wurde. Der US-Vize wirbt außerdem für die „Trump Route for International Peace and Prosperity“ (TRIPP). Dieser geplante 43 Kilometer lange Korridor durch Südarmenien soll Aserbaidschan direkt mit seiner Exklave Nachitschewan und damit dem Verbündeten Türkei verbinden. Die Route würde Asien und Europa besser vernetzen und dabei Russland und den Iran umgehen.

Schwierigkeiten mit dem Iran
Im Oman werden am Dienstag wieder Atom-Verhandlungen zwischen der iranischen Führung und der US-Regierung geführt. Diese dürften vergleichsweise konfliktbehafteter sein. Westliche Staaten werfen Teheran vor, nach einer Atombombe zu streben. Für sein „friedliches Atomprogramm und seine Urananreicherung“ habe der Iran „einen sehr hohen Preis bezahlt“, sagte der dortige Außenminister Abbas Araqchi und erteilte Forderungen nach dem Ende der Urananreicherung zugleich eine Absage. Niemand habe das Recht, „uns unser Verhalten vorzuschreiben“. 

Zitat Icon

Wir sind ein Volk der Diplomatie, wir sind auch ein Volk des Krieges.

Irans Außenminister Abbas Araqchi

Die Entsendung von US-Militärschiffen in die Golf-Region schrecke den Iran nicht ab. „Wir sind ein Volk der Diplomatie, wir sind auch ein Volk des Krieges“, drohte der Iraner. Dies bedeute jedoch nicht, „dass wir den Krieg suchen“. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Gespräche am Freitag noch als „sehr gut“ bezeichnet.

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