Schlaflos im Bett

Hilft Schäfchen zählen wirklich beim Einschlafen?

Regeneration & Schlaf
12.02.2026 16:00

Wer kennt das nicht? Man legt sich abends ins Bett und versucht einzuschlafen. Und dann erinnert man sich plötzlich wieder an einen alten „Trick“: Schäfchen zählen soll doch dabei helfen. Oder vielleicht doch nicht? Das sagt „Krone“-Experte und Schlafmediziner Dr. Michael Saletu dazu.

Brav hüpft in unseren Gedanken ein süßes, weißes Schäfchen nach dem anderen über den Zaun – und trotzdem liegt man wach. Warum? Weil unser Gehirn sich davon ungefähr so beeindrucken lässt wie von Kamillentee-Werbung. Oder, wie es Schlafmediziner Dr. Michael Saletu trocken auf den Punkt bringt: „Schäfchen zählen hilft in der Regel nicht, weil es zu monoton ist und den Geist nicht ausreichend von Grübelgedanken ablenkt.“ Und weiter: „Studien zeigen, dass Menschen dabei oft länger wach bleiben, da diese Methode keine echte Entspannung fördert.“

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Schäfchen zählen hilft in der Regel nicht, weil es zu monoton ist.

Schlafmediziner Dr. Michael Saletu

Der Hintergrund dazu ist folgender: Der Kopf liebt Abwechslung. Monotone Rituale lassen ihn schnell wieder zu den großen Themen des Lebens – wie Partnerschaft, Kinder, Krankheit – oder sogar zu peinlichen Erlebnissen von früher zurückspringen. Schlafmediziner weisen seit Jahren darauf hin, dass effektive Einschlafhilfen den Geist sanft beschäftigen oder gezielt entspannen müssen, statt ihn zu unterfordern.

Was also tun, wenn man nicht in den Schlaf findet?
Bessere Alternativen als Schäfchen zu zählen sind erstaunlich unspektakulär – und vielleicht genau deshalb so wirksam. Das rät Dr. Saletu:

  • Aufstehen und etwas Ruhiges tun: etwa kurz ins Wohnzimmer gehen, gedämpftes Licht einschalten, nur keine „große“ Action. Das nimmt dem Betroffenen den „Ich-muss-jetzt-schlafen“-Druck.
  • Ein Buch oder Magazin (bitte ohne Bildschirmlicht!) lesen oder einen Entspannungs-Podcast hören – zum Beispiel über schöne Wanderwege in Österreich, bei dem man geistig schon ruhig Richtung Alm schlendert.
  • Atemübungen oder progressive Muskelentspannung: von vielen europäischen Kliniken empfohlen, weil sie messbar Puls und Muskelspannung senken.
  • Leise Musik oder Naturgeräusche anhören: Regen, Wind oder das Rauschen des Waldes signalisieren dem Nervensystem Sicherheit – ein wichtiger Schlafbooster.

„All diese Methoden tun dasselbe: Sie beruhigen die Psyche und signalisieren dem Körper, dass bald Schlaf folgen kann“, fasst Dr. Saletu zusammen. Und das ganz ohne Schafe …

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