Die Senioren vom Betreuten Wohnen im Salzburger Stadtteil Lehen sind außer sich! Vom benachbarten Park aus verschaffen sich immer wieder zwielichtige Gestalten Zugang zu ihrer Anlage – Drogen, Alkohol und Zerstörungswut inklusive.
Die Verantwortlichen preisen es in ihrer Referenzliste mit salbungsvollen Worten an: „Das Herzstück für Bewohner und Besucher ist der 3000 Quadratmeter große öffentliche Park.“ Seit 2012 steht der „Parklife“-Komplex im Salzburger Stadtteil Lehen – und beherbergt neben einem Seniorenheim und Wohneinheiten für Betreutes Wohnen auch eine groß angelegte Grünfläche. Doch ein „Herzstück“ ist der Park für viele Bewohner mit Sicherheit nicht. „Ich traue mich im Dunkeln nicht mehr raus“, klagt etwa Monika Bartsch.
Warum das? Der öffentliche Park verkommt laut den Bewohnern seit Jahren zu einem Treffpunkt für zwielichtige Gestalten – samt Alkohol- und Drogenexzessen. „Mir haben sie schon einmal mit Steinen die Fensterscheibe eingeschlagen“, sagt Rosa Brodinger. Sie hat eine Wohnung im Erdgeschoß. Unbelehrbare hätten in der Vergangenheit auch schon Parkbänke angezündet. Drogen-Spritzen hätte man schon öfter entdeckt. „Verdreckt ist auch alles“, berichten die Bewohner.
Die Terrasse wird zum Drogen-Treffpunkt
Dreist: Über einen unversperrten Aufgang gelangen Unbefugte von dem Park aus mit Leichtigkeit in die Wohnanlage. „Die Leute bevölkern dann unsere Terrasse, nehmen Drogen, zerstören unsere Möbel. Das gehört abgesperrt“, fordert Brodinger.
Der Bauträger „Die Salzburg“ lässt auf „Krone“-Anfrage wissen, dass der Gestaltungsbeirat der Stadt bei der Errichtung des Komplexes auf einen „öffentlichen Park bestanden“ habe. „Wir wollten auch, dass die Grünfläche den Bewohnern zur Verfügung steht“, heißt es. Man wisse um die Beschwerden, habe auch schon bei der Polizei urgiert. Aber: Man könne die Fläche nicht sperren. Dies gelte auch für die Aufgänge zur Wohneinheit – hier sei die Stadt Salzburg am Zug. „Uns sind die Hände gebunden.“
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