Dem Google-Mutterkonzern Alphabet droht neuer Ärger mit den EU-Wettbewerbshütern. Die Regulierer befürchten, dass der US-Technologiekonzern die Preise für Online-Werbung auf unfaire Weise in die Höhe treiben könnte.
Dies geht aus einem Schreiben der EU-Kommission an Werbekunden hervor, das Reuters vorlag. Konkret geht es den Wettbewerbshütern um die Auktionen für den Verkauf von Werbung auf der Google-Suche. Es bestehe der Verdacht, dass Google den Abrechnungspreis solcher Auktionen zum Nachteil der Werbetreibenden künstlich erhöht habe, heißt es in dem Brief. Die angeschriebenen Unternehmen haben bis zum 2. März Zeit, Rückmeldung zu geben.
Google erklärte dazu, die Anzeigenpreise würden durch eine Echtzeit-Auktion bestimmt. Diese sei darauf ausgelegt, den Nutzern die relevantesten Anzeigen zu zeigen, teilte ein Sprecher mit. Dabei würden Faktoren wie der Wettbewerb unter den Werbetreibenden und die Qualität der Anzeige berücksichtigt.
Sprecher der EU-Kommission lehnt Stellungnahme ab
Ein Sprecher der EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme ab und verwies darauf, dass es noch keine formelle Untersuchung gebe. Man beobachte jedoch mögliche wettbewerbswidrige Praktiken.
Google, das den milliardenschweren Markt für Online-Werbung dominiert, wurde in Europa in den vergangenen Jahren bereits wegen Wettbewerbsverstößen zu Strafen in Milliardenhöhe verurteilt. Auch das US-Justizministerium wirft dem Konzern vor, Online-Auktionen zu manipulieren. Zuerst hatte die Agentur Bloomberg über die mögliche EU-Untersuchung berichtet.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.