Ein steirisches Ehepaar kümmert sich um arme Vierbeiner, die auf bosnischen Müllbergen ums Überleben kämpfen. Jetzt soll ein Asyl entstehen.
Wer, so wie die „Krone“, mit dem Grazer Ehepaar Amra und Michael Midzan schon einmal mit vor Ort in Bosnien war, vergisst den Anblick nie: Müll, soweit das Auge reicht, dessen Gestank man schon riecht, noch bevor man die Berge richtig sieht.
Darüber kreisen buchstäblich Geier, mitten darin sind sie: die Müllhunde von Bihac. Oft erst neu geborene, zwischen Scherben, Unrat, Kot, Spritzen, Fetzen. Oft halb verhungert, verletzt, von Maden zerfressen. Ausgesetzt, ihrem Schicksal überlassen. Von Perversen als Zielscheibe missbraucht – die locken die ausgehungerten Tiere mit Futter, schießen sie dann zum „Spaß“ nieder. Von Lkw auf der Deponie überfahren.
Genau davor wollen Amra und Michael die Hunde nun verstärkt schützen. Seit vielen Jahren schon fährt das Paar, oft an jedem Wochenende, nach Bihac, um den Hunderten Hunden Futter zu bringen, sie veterinärmedizinisch versorgen zu lassen. Viele – die schon im Vorfeld gesichert beste Plätze hatten – bekamen schon ein neues Zuhause.
Aber es war noch nicht genug, „es ist nie genug“, so der Grazer. „Es brach uns jedes Mal das Herz, wenn wir so viele zurück lassen mussten – diese großen Augen.“ Oft genug fanden sie beim nächsten Mal nur noch deren Leichen vor oder das, was Raubtiere übrig ließen.
Jetzt wollen die Grazer ein Heim bauen, um die Hunde vor Ort zu schützen. „Das muss man sich anders vorstellen als eines bei uns. Das werden bis zu 40.000 Quadratmeter sein, wo Hunderte Hunde nicht hinter Gittern, sondern wie auf der Müllhalde im Rudel leben können. Aber eben geschützt. Und versorgt!“
Das Grundstück inklusive zweier Gebäude gibt es, engagierte Mitarbeiter vor Ort auch schon – nur, wie so oft, das Geld fehlt halt. „Um 100.000 Euro können wir das Projekt, das alle Bewilligungen, Strom und Wasser hat, umsetzen.“ 70.000 sind schon da, von Unterstützern des Ehepaares und großen Tierfreunden aufgetrieben. Aber der Rest fehlt halt noch. Und die Zeit drängt.
„Es wäre ein Meilenstein im Tierschutz“, so Michael Midzan. Dem klar ist, dass auch Tiere in der Steiermark Unterstützung brauchen. „Aber Tierleid kennt halt keine Grenzen ...“
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