„Stopplicht“-Kolumne

„Erinnert mehr an Kollegen als mit Goldmedaille“

Olympia
13.02.2026 06:58

„Krone“-Sportchef Peter Moizi schreibt in seiner Kolumne über den Helm-Protest von Wladislaw Heraskewytsch ...

Eine Meldung, die es in der Sekunde weltweit in die Schlagzeilen schaffte. Medial wohl 1000 Mal so viel Output hatte wie der Bewerb selbst. Skeleton-Pilot Wladislaw Heraskewytsch wurde vor dem Start disqualifiziert und von den Spielen ausgeschlossen – weil der Ukrainer mit Bildern auf seinem Helm an im Krieg getötete Sportler in seiner Heimat erinnern wollte. Für die Jury des Weltverbandes IBSF ein Verstoß gegen die IOC-Regeln, politische Botschaften an Wettkampfstätten sind untersagt. Ausschluss!

Auch Präsident Selenskyj äußerte sich zur Causa.
Auch Präsident Selenskyj äußerte sich zur Causa.(Bild: IMAGO/Ukraine Presidency)

Rückendeckung von Selenskyj
Heraskewytsch wurde nach den Trainingsläufen verwarnt, lehnte einen Kompromiss von Fahrten mit Trauerarmband ab. Die Verteidigung? Am Helm sei keine politische Propaganda, er würde keine Regeln brechen. Von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt’s volle Rückendeckung, für viele Kollegen ist der Ausschluss fragwürdig.

Heftige Diskussionen, teilweise Verständnis. Nur an den Regeln führt kein Weg vorbei. Doch wenigstens erinnerte Heraskewytsch mit dieser Aktion intensiver an seine Kollegen, als er es mit Gold jemals hätte erreichen können.

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