Bei den Formel-1-Tests in Bahrain ist bei Red Bull von Kinderkrankheiten (fast) nichts zu sehen. Auch Mercedes-Boss Wolff staunt über die große Zeitdifferenz – ein Bluff oder Realität?
Schmälere, kürzere und leichtere Autos, aktive Aerodynamik, diffiziles Energiemanagement, jede Menge neue Arbeit für die Formel 1-Piloten, auch weil die Power-Verteilung zwischen dem Verbrennungsmotor und dem elektrischen Antrieb mit der neuen großen Regeländerung bei 50:50 liegt. Und schon nach den ersten beiden von sechs Testtagen in der arabischen Wüste von Bahrain darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass das komplett neue Red-Bull-Ford-Powertrains-Projekt kaum Kinderkrankheiten aufweist. Als einer der ersten „Gratulanten“ stellte sich Williams-Pilot Carlos Sainz ein, nachdem er den 136-Runden-Test von Max Verstappen analysiert hatte. „Wir haben ihre GPS-Daten. Da war schnell klar, dass der Red Bull mit Max einen deutlichen Schritt voraus ist. Es ist wirklich beeindruckend, wie sie es geschafft haben, mit einem komplett neuen Motor auf Anhieb so stark zu performen. Da muss man einfach den Hut ziehen.“
Wolff staunt
Verstappen hat es geschafft, die Energie- und Aero-Tastatur perfekt zu spielen. Das wusste auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff verbal zu ehren. „Die schaffen es irgendwie, deutlich mehr Energie einzusetzen als die anderen. Wir sprechen hier von einem Zeitgewinn von einer Sekunde pro Runde.“ Ein gelungener Mercedes-Bluff oder ist die Wolff-Skepsis Realität?
Der vierfache Weltmeister, der gestern Isack Hadjar Platz machte (verpasste am Vormittag aufgrund eines Hydraulik-Problems am Chassis wertvolle Zeit, absolvierte am Nachmittag aber dann eine erste Rennsimulation, die allerdings auch von zwei Roten Flaggen unterbrochen wurde), blieb gewohnt ruhig. „Das Wichtigste war, dass wir keine Probleme hatten. Das stimmt uns positiv, aber natürlich müssen wir noch vieles austesten“, erklärte Verstappen.
Ein leicht bösartiger Defektteufel dürfte sich am zweiten Tag in der Mercedes-Garage eingenistet haben. Nach nur drei Installationsrunden musste Jungstar Kimi Antonelli an die Box, welche danach bis 170 Minuten vor Sessionende verschlossen blieb. „Krone“-Informationen zur Folge dürfte es ein Problem mit der Power-Unit gegeben haben. Immerhin gelangen George Russell bei untergehender Sonne dann auch einige brauchbare Runden …
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