Wer gut einschlafen will, muss mehr als nur einen Schalter „umlegen“. Am besten gelingt es mit Dr. Michael Saletus 4-R-Regel. Regelmäßigkeit, Rituale, „Relaxation“ und „relative Reduktion“ der Bettzeit helfen dem Körper dabei, besser in den Schlaf zu finden. Lesen Sie, was sich hinter den Begriffen verbirgt.
Schlaf ist ein Prozess, der Vorbereitung benötigt. Er folgt Rhythmen, reagiert auf Wiederholung und liebt klare Übergänge. Ist der Abend zu unruhig oder zu voll, wird der Übergang in die Nacht für den Körper schwieriger. Statt Druck hilft Struktur – und genau hier setzt eine einfache, alltagstaugliche Orientierung an: Dr. Saletus 4-R-Regel für entspanntes Einschlafen.
Meine 4-R-Regel für entspanntes Einschlafen hat sich bereits oft bewährt.

Dr. Michael Saletu, Schlafmediziner und Neurologe
Bild: Eva Manhart
1. R wie Regelmäßigkeit
Die innere Uhr liebt Verlässlichkeit. Jeden Abend ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen, hilft ihr, den Schlafmodus rechtzeitig hochzufahren. „Ein fester Rhythmus gibt also der inneren Uhr Orientierung“, unterstreicht Dr. Michael Saletu, Schlafmediziner und Neurologe. Auch Schlafforschungszentren wie die Charité Berlin empfehlen genau das als Basis guter Schlafhygiene. Kurz gesagt: Ihr Körper liebt Termine – auch beim Einschlafen.
2. R wie Rituale
Rituale bzw. feste Abläufe sind das sanfte Klopfen an die Tür Ihres Gehirns: „Hallo, es ist Schlafenszeit.“ Je öfter man sie wiederholt, desto schneller geht die Tür auf. Bewährt haben sich ruhige Abläufe ohne Action und Bildschirmstress:
Diese Rituale sind erlernte Prozesse. Studien zeigen, dass wiederkehrende Abendroutinen den Übergang in den Schlaf erleichtern und nächtliches Grübeln reduzieren. Gedimmtes Licht abends, ein kühles Schlafzimmer und koffeinfreie Getränke (statt Kaffee, Energydrink und Cola) unterstützen Ihre Rituale.
3. R wie Relax (Entspannen)
Setzen Sie auf gezielte Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training zur Reduktion von „Hyperarousal“ (Zustand überhöhter körperlicher und psychischer Anspannung) und Grübelneigung.
Ebenso hilft ein kurzes Notieren von Gedanken („Mein Morgen-Ich kümmert sich darum“), den Kopf zu entlasten und zu entspannen. Außerdem: Ruhig bleiben, wenn sich der Schlaf nicht rasch einstellen will. Denn dieser mag keine Verzweiflung, sondern liebt Gelassenheit.
4. R wie Reduktion der Bettzeiten
Kontrollierte Begrenzung der Bettzeit auf unter 7 Stunden zur Verbesserung der Schlafeffizienz und Erhöhung des natürlichen Schlafdrucks. Weniger ist mehr im Bett. Achtung: Langes Ausschlafen Sonntag Früh gefährdet das Einschlafen am selben Abend.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.