An verdutzt am Bahnsteig in Völs bei Innsbruck Wartenden raste am Mittwoch ein Regionalexpress der ÖBB vorbei. Eigentlich hätte er halten sollen, doch der Lokführer hat schlicht und einfach darauf vergessen ...
Mittwochabend, kurz vor 18.30 Uhr, Bahnhof Völs (Bezirk Innsbruck-Land). Am Bahnsteig 3 befinden sich Dutzende potenzielle Fahrgäste, die ins Oberinntal wollen. Fahrplanmäßig ist für 18.30 Uhr der Regionalexpress „Rex 1“ angekündigt. Der steht auch auf der elektronischen Anzeigetafel, zudem kündigt ihn die Lautsprecherdurchsage an.
Verdutzte Gesichter bei den Wartenden
Und tatsächlich, der Zug nähert sich Völs. Doch statt langsamer zu werden und abzubremsen, rast der „Rex 1“ ohne stehenzubleiben durch den Bahnhof. Verdutzte Gesichter bei den Wartenden, die sich gegenseitig anblicken. „Der Lokführer hat wohl vergessen anzuhalten“, so die fast einhellige Meinung.
Nach Rücksprache mit dem zuständigen Triebfahrzeugführer wurde der planmäßige Halt in diesem Fall übersehen.
Robert Mosser, Pressesprecher ÖBB
Dies bestätigen auf „Krone“-Nachfrage die ÖBB. „Nach Rücksprache mit dem zuständigen Triebfahrzeugführer wurde der planmäßige Halt in diesem Fall übersehen“, teilt Pressesprecher Robert Mosser mit. „Wichtig ist uns, klar festzuhalten, dass zu keinem Zeitpunkt ein sicherheitsrelevantes Problem bestand. Der Zug war technisch in Ordnung, und es lag keine Gefährdung für Fahrgäste oder Mitarbeitende vor“, so Mosser weiter. Es habe sich um menschliches Versehen gehandelt.
Weiter mit der Schnellbahn
Die Fahrgäste im Zug, die aussteigen wollten, mussten bis zum nächsten Halt in Telfs weiterfahren. Die Wartenden konnten mit der S4 nach Telfs und mussten dort Verbindungen ins Oberland abwarten.
Seltenes Einzelereignis
„Uns ist bewusst, welche Unannehmlichkeiten dadurch für die wartenden Fahrgäste entstanden sind“, bedauert Pressesprecher Mosser. „Dass Fahrgäste kurzfristig auf andere Züge ausweichen mussten, tut uns leid. Es handelt sich hierbei um ein äußerst seltenes Einzelereignis.“
Entschuldigung der ÖBB
Der Vorfall sei jedenfalls intern aufgearbeitet und entsprechend nachbesprochen worden. „Wir entschuldigen uns bei allen betroffenen Fahrgästen“, betont Mosser.
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