Jetzt sind auf einmal alle Sieger: Die drei Regierungsparteien sowieso, auch die Sozialpartner klatschen eifrig. So schnell kann es gehen: Auf einmal stürzt die Inflationsrate auf milde zwei Prozent, ein Wirtschaftsforscher nach dem anderen gratuliert sich zu dem, was trotz irriger Vorhersagen doch noch erfreulich geworden ist, die Opposition heult wie immer, nur blöd: Die Menschen merken beim Einkauf von dem „Erdrutsch“ herzlich wenig. Bei den meisten geht es sich leidlich aus, aber billig schaut anders aus. Dabei kreisen die Handelsriesen die Konsumenten mit einer verwirrenden Vielzahl von Sonderangeboten ein, nicht einfach, da den Durchblick zu bewahren.
Für Eigenlob der Regierung besteht wenig Anlass: Zuerst hat man gefördert, als gäbe es kein Morgen, dafür wurden auch staatliche Unterstützungsmaßnahmen, wie etwa beim Strom gestrichen. Jeder Volksschüler konnte draufkommen, dass solche Preissprünge zu einer übel hohen Inflationsrate führen würden. Was auch geschehen ist.
Als der Druck der Öffentlichkeit zu groß wurde, hat die Koalitionsregierung dann die Notbremse gezogen. Erst beim Mietenstopp, dann auch bei den Energiekosten und bei den zuvor erhöhten Steuern und Abgaben – und siehe da: Auf einmal geht es auch mit zwei Prozent, das ist kein Wunder, sondern ein einfacher statistischer Effekt. Wenn die Preisbasis niedriger ausfällt, ergibt auch die laufende Inflation ein freundliches Gesicht.
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