In Vorarlberg ist seit Jahren zu viel Rotwild unterwegs, das soll sich nun nicht zuletzt aufgrund der besorgniserregenden TBC-Situation im Land ändern. Derzeit sind sechs Bauernhöfe wegen Verdachtsfällen gesperrt. Der zuständige Landesrat spricht von „Seuchenbekämpfung“.
Seit Jahren kämpft Vorarlberg mit TBC unter Wild und landwirtschaftlichen Nutztieren. Derzeit sind – wie berichtet – sechs Bauernhöfe wegen Verdachtsfällen gesperrt. Nach Kritik an den Maßnahmen des Landes, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen, nennt der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) die Lage derzeit selbst „nicht zufriedenstellend“. Dabei hat das Land bereits die Anhebung der Abschusszahlen bei Rotwild in den verschiedenen Bezirken veranlasst.
„Wir reden von Seuchenbekämpfung“
Zwar führt der Landesrat an, dass sich die Prävalenzzahlen (Zahl der angesteckten Tiere unter den erlegten) in den Bezirken Bludenz, Bregenz und Dornbirn zumindest halbiert hätten, trotzdem müssten in manchen Regionen die Rotwildbestände immer noch massiv reduziert werden: „Wir reden hier nicht mehr über übliche Jagdmaßnahmen, sondern über notwendige Seuchenbekämpfung“, erklärt er dazu. Landwirtschaft und Behörde seien gemeinsam gefordert, die Maßnahmen strikt umzusetzen. „Mit erhobenem Finger aufeinander zu zeigen, hilft der Sache nicht.“
Heu statt Kraftfutter
Die Grünen haben jüngst gefordert, neben erhöhten Abschussquoten auch die Winterfütterung des Wilds einzuschränken und umzustellen – und zwar von Mastfutter auf reines Heu.
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