Auch über die Feiertage sind in Vorarlberg die Untersuchungen im Zusammenhang mit Rinder-Tuberkulose (TBC) fortgeführt worden. Die gute Nachricht: Es waren keine weiteren Hofsperrungen notwendig. Die schlechte: Bei einem bereits gesperrten landwirtschaftlichen Betrieb musste am Mittwoch der gesamte Bestand gekeult werden.
Der betroffene Bauernhof aus dem Bregenzerwald war bereits seit Anfang Dezember behördlich gesperrt. 25 der insgesamt 55 Tiere haben auf einen Hauttest positiv reagiert. Aufgrund der hohen Anzahl an Reagenten wurden zur weiteren Abklärung sechs Tiere diagnostisch getötet, davon waren drei TBC-positiv. Daher haben die Landesveterinärbehörde und das zuständige Bundesministerium die Tötung aller 49 verbliebenen Tiere des Bestandes angeordnet – bereits am Mittwochvormittag sind die Rinder geschlachtet worden.
„Eine Bestandstötung ist für jede Landwirtin und jeden Landwirt ein schwerer Schlag. Neben den materiellen Schäden ist vor allem das emotionale Leid nicht zu unterschätzen. Als Land stehen wir an der Seite des betroffenen landwirtschaftlichen Betriebes“, betont der zuständige Landesrat Christian Gantner, der selbst Bauer ist. Durch die Entschädigungszahlungen des Bundes sowie eine zusätzliche Aufzahlung aus dem Tiergesundheitsfonds des Landes können zumindest die finanziellen Auswirkungen abgefedert werden.
Eine Bestandstötung ist für jede Landwirtin und jeden Landwirt ein schwerer Schlag.
Landesrat Christian Gantner
Fünf Höfe gesperrt
Neben dem erwähnten Betrieb sind aktuell vier weitere Höfe im Bregenzerwald wegen TBC-Verdacht gesperrt. Bei einem dieser Betriebe gibt es bereits seit September einen mittlerweile bestätigten TBC-Verdacht. Aller Voraussicht nach kann dieser Hof noch im Jänner wieder freigegeben werden. Die anderen drei Betriebe sind im Zuge der Abklärungsuntersuchungen des Alpviehs aufgefallen.
In den Gewebeproben der diagnostisch getöteten Tiere gibt es Hinweise auf die Anwesenheit des TBC-Erregers. Die endgültige Diagnose durch einen kulturellen Nachweis der TBC-Bakterien steht aber noch aus. Da es sich jeweils nur um Einzelfälle handelt, ist von einer Bestandstötung abgesehen worden. Der Restbestand bleibt allerdings für rund vier Monate für den Tierverkehr gesperrt. Als TBC-frei werden die Betriebe erst dann wieder eingestuft, wenn es bei den insgesamt zwei flächendeckenden Hauttests kein positives Ergebnis gibt.
Endgültige Bilanz erst in einigen Wochen
Aktuell ist rund die Hälfte jener landwirtschaftlichen Betriebe, die in das TBC-Bekämpfungsgebiet fallen, untersucht. Die Landesveterinärbehörde rechnet damit, dass der Großteil der Untersuchungen bis Ende Februar abgeschlossen sein wird. Ein Gesamtüberblick ist erst möglich, sobald alle Rückmeldungen der beauftragten Tierärztinnen und Tierärzte vorliegen.
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