Tierseuche grassiert

Sechs Bauernhöfe in Vorarlberg wegen TBC gesperrt

Vorarlberg
28.01.2026 18:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Der Kampf gegen die Tierseuche Tuberkulose (TBC) bei Rindern und Rotwild in Vorarlberg geht weiter. Neben Sperrungen von Bauernhöfen werden auch Maßnahmen gesetzt, um die Krankheit beim Rotwild einzudämmen. Die Grünen bemängeln die bisher gesetzten Schritte.  

Die Eindämmung einer Seuche wie TBC bei Rindern und Wild ist eine langwierige Sache. Derzeit sind in Vorarlberg sechs Bauernhöfe wegen Verdachtsfällen gesperrt, informierte am Mittwoch Landesrat Christian Gantner (ÖVP).

Bisher waren fünf Höfe im Bregenzerwald betroffen, nun kam einer im Unterland hinzu. Ein Bregenzerwälder Hof ist jedoch nur wegen noch laufender Hygienemaßnahmen nach der angeordneten Schlachtung gesperrt. Bisher wurden rund 6800 Tiere untersucht. 22 Tiere mussten diagnostisch getötet werden, 13 davon wiesen einen positiven PCR-Test auf.

Abschusszahlen stark erhöht
Auch im Rotwildbestand bleibt die Situation herausfordernd. Im aktuellen, noch laufenden Jagdjahr wurden 904 Stück Rotwild untersucht, davon waren 47 positiv. Die Prävalenz liegt im Bekämpfungsgebiet im Bezirk Bludenz bei 7,6 und im Bezirk Bregenz bei 3,1 Prozent und ist damit in beiden Gebieten niedriger als im vergangenen Jahr. Die Abschussvorgaben wurden deutlich erhöht – mit den Abschussaufträgen zur TBC-Bekämpfung kommt es teils zu einer Steigerung von 13 bis 30 Prozent, in Einzelfällen sogar zu einem Anstieg von 200 Prozent.

Auf der der Alpe können sich Rinder beim Wild anstecken.
Auf der der Alpe können sich Rinder beim Wild anstecken.(Bild: Hannes Wallner)

Grüne wollen Wildfütterung umstellen
Trotz dieser Maßnahmen reißt die Kritik am Vorgehen des Landes nicht ab. So sind die Grünen der Meinung, dass der Wildbestand insbesondere im Schönenbacher Tal (Bregenzerwald) deutlich reduziert werden müsste und fordern eine langfristige Umstellung der winterlichen Wildfütterung von Mastfutter (Silomais, Kraftfutter und Futterrüben) auf Heu. Alles andere würde die bäuerlichen Betriebe im Land noch weiter gefährden.

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